Archive for April, 2010

Schon zwei Fassaden-Anfragen innerhalb zweier Tage, wegen einer Gerüstplane

Donnerstag, April 15th, 2010

Gerüstplanen aufhängen ist ja nun wirklich nichts Neues. Wird aber nach meiner Beobachtung immer sträflich vernachlässigt. Deshalb diese Praxisgeschichte.

Am Dienstag dieser Woche wurde das Gerüst an diesen beiden Häusern gestellt. Seit Mittwoch arbeiten wir an der Fassade und am gleichen Tag haben wir unsere Gerüstplanen aufgehängt.

Drei Stück – klotzen statt kleckern! Ein Plakat auf der Straßenseite, eines am Giebel und eines auf der Gartenseite. Es muss dem unbedarften Betrachter in den Augen weh tun – sprich auffallen. Wo gibt es sonst eine solch exzellente Möglichkeit, im öffentlichen Raum auf sich aufmerksam zu machen?

Gerüstplane

Bis zum heutigen Donnerstag hatte ich schon zwei Anrufe von Interessenten. Diese sind an den beiden Häusern vorbeigefahren oder gelaufen und haben die Gerüstplanen gesehen. Durch die Planen wurden beide animiert, ein Angebot für den Fassadenanstrich ihres Hauses von mir zu verlangen. Ob was draus wird, weiß man ja vorher nie.

Aber diese Gerüstplakatwerbung muss sein und ich empfehle sie jedem anderen Handwerker dringend. Je größer, je besser. Denn dadurch entsteht, wie ich immer wieder feststelle, zusätzliche Mundpropaganda. “Hast Du gesehen, dort hat auch malerdeck gestrichen!”

Der dichtende Malermeister mit den gereimten Werbebriefen

Donnerstag, April 15th, 2010

Warum Reime in einem Werbebrief? Ganz einfach: Schon alleine von seiner optischen Anmutung, hebt sich der Brief sehr deutlich von einem normalen Werbeschreiben ab. Dazu die zentrierte Form. Wer macht das schon? Niemand, außer malerdeck.

Die uneingeschränkte Aufmerksamkeit ist bei einem solchen Reimschreiben gesichert. Gleichzeitig erzeuge ich dadurch Mundpropaganda. Über diese Reimwerbung wird nämlich gesprochen. Zudem findet meine Zielgruppe, die 60plus-Generation, das ganz besonders sympatisch.Wie sieht nun ein soches Schreiben aus? Dafür hier ein Beispiel:

Gereimtes von Ihrem Malermeister – der mehr hat als nur Farb´ und Kleister

Sehr geehrte Frau Mustermann,

pünktlich, preiswert und sehr nett,
das bietet Ihnen malerdeck,
Decke, Boden und die Wand,
versetzen wir in den Neuzustand.

Mit kompetenten Mitarbeitern,
die freundlich steigen auf die Leitern,
die höflich sind und auch sehr pfleglich,
arbeiten wir für Sie schnellstmöglich.

Gut geschützt und abgedeckt,
wird Ihr Mobiliar versteckt,
so können Sie ganz sicher sein,
dass alles sauber bleibt und heil!

Wie Heinzelmännchen in der Nacht,
malerdeck Ihre Wohnung macht,
rufen Sie uns jetzt gleich an,
wir kommen prompt, mit viel Elan.

Das reimte für Sie, sehr geehrte Frau Mustermann,
ich sag´ es keck, Ihr Opti-Maler: Werner Deck.

Die mehrfach eingesetzte persönliche Anrede, erhöht den individuellen und persönlichen Charakter des Schreibens.

Für weitere gute Ideen, verweise ich auf die Blogparade von Dr. Kerstin Hoffmann: Diesseits der Trampelpfade – ungewöhnliche Werbe- und PR-Aktionen.

Kaminfrühstück

Donnerstag, April 15th, 2010

Draußen hat es nur sieben Grad Celsius. Da ist so ein Kaminfeuer beim Frühstück richtig (Herz-) erwärmend.

Kamin am Morgen

Man erhält leider nicht jeden Auftrag. Absage acht Wochen nach Angebotserstellung!

Montag, April 12th, 2010

Junge Familie (ca. 35 Jahre). Beratungsintensives Angebot im Februar 2010 gemacht. Wie immer: Freundlich, präzise, schnell! Trotz mehrfacher Nachfragen bisher nichts gehört. Am gestrigen Sonntag kam dann die nachstehende Email:

Sehr geehrter Herr Deck,

vielen Dank für Ihr Angebot Nr. 2010019 vom 8.2.2010 und ihrem regelmäßigen Nachfragen nach dem Stand der Dinge.

Wir haben die eingegangenen Angebote sorgfältig geprüft und müssen ihnen heute mitteilen, dass wir uns für das Angebot eines Ihrer Marktbegleiter entschieden haben.

Mit freundlichen Grüßen, Familie…

 ”Sorgfältig geprüft”??? Ergebnis der Prüfung?? Vermute einmal. dass es, wie so oft, wieder einmal ausschließlich der billigste Preis war, der den Ausschlag gab.

 Die Bezeichnung “Marktbegleiter” ist auch süß. Habe ich bis dato noch nie gehört.

Was man erlebt, wenn es der Kunde ganz besonders eilig hat. Als erstes eine Absage!

Samstag, April 10th, 2010

Diese Geschichte will ich Ihnen nicht vorenthalten. (Vorläufige) Auftragsabsage nach enormen organisatorischen Handständen!

So kann es einem ergehen. Die Fakten:

  • Anruf einer Dame am Dienstag nach Ostern, 06.04., ob wir in dieser Woche – präzise am Freitag – noch zwei Räume streichen könnten. Habe Prüfung und nach erfolgter Prüfung Rückruf für Mittwochmorgen zugesagt. “Ja sind Sie denn so beschäftigt?” musste ich mich noch fragen lassen.
  • Vereinbarungsgemäß am Mittwoch angerufen. Freitag geht nicht, aber Montag nächster Woche. “Eigentlich müsste es der Freitag sein, aber wenn es halt nicht anders geht…”
  • Besichtigungstermin für Donnerstag. 08.04. um 11:30 Uhr vereinbart. Es waren dann nicht nur zwei Räume, sondern noch eine Küche und die Arbeiten waren war auch umfangreicher, als mir ursprünglich am Telefon gesagt wurde.
  • Gutsituiertes Ehepaar (ca. 70 Jahre) im Zweifamilienhaus. Sehr gediegen eingerichtet.
  • Toller Empfang, Tässchen (mit Goldrand) Expresso. “Wir haben schon so viel Gutes von Ihnen gehört. Wo wir uns umgehört haben, nur begeisterte Kunden. Sie müssen gute mitarbeiter haben, Glückwunsch.” Höre ich doch gerne und habe “verkaufstechnisch” noch ein wenig in diese Kerbe gehauen.
  • Jetzt soll es aber der Dienstag und nur der Dienstag sein. Und es muss unbedingt alles an diesem Dienstag fertig werden. Mittwoch kommt die Putzfrau. Da muss es fertig sein.
  • Details besprochen, beraten, ausgemessen und Angebot für Freitag, 09.04., per Email zugesagt. Schließlich brauche ich ja noch die konkrete Beauftragung.
  • Zwischenzeitlich organisatorische Handstände gemacht, um am kommenden Dienstag die Arbeiten komplett abschließen zu können. Dies war sichergestellt. Der Kunde ist schließlich König!
  • Angebot am Freitag, um 16 Uhr per Email verschickt. Auftragssumme netto gigantische € 1491,60!
  • Am heutigen Samstag, um 10:30 Uhr, vom Kunden Antwortmail erhalten.

Der Inhalt der Mail:

Sehr geehrter Herr Deck,
wir haben Ihr Angebot recht spät erhalten, eine tel. Rücksprache während der Arbeitszeit war leider nicht mehr möglich.

Da ich von der Höhe der Aufwendungen überascht war und da ich nicht unbedingt zeitlich gebunden bin, möchte ich Sie bitten zunächst von dem vorgeschlagenen Termin abzusehen. Ich beabsichtige weitere Angebote einzuholen, bei unwesentlichen Abweichungen vom Endpreis würde ich sehr gerne Ihnen den Auftrag für die Malerarbeiten in unserem Hause erteilen.
Ich bedanke mich für Ihre Angebotsaufstellung und verbleibe,
mit freundlichen Grüßen

 Dabei bin auch ich immer wieder überrascht. Erst muss es unbedingt ganz schnell gehen und nur am Dienstag und in einem Tag. Jetzt ist man kundenseits von der Höhe der Aufwendungen überrascht! Besonders bemerkenswert finde ich dabei zwei Aspekte:

  • Plötzlich ist man zeitlich gar nicht mehr gebunden. Sprich, es pressiert überhaupt nicht mehr.
  • Man holt nun weitere Angebote – man beachte die Mehrzahl – ein. Und das kann dauern.

Immerhin ein Trost: Bei unbedeutenden Abweichungen – was das auch immer sein mag – will man mir gerne den Auftrag erteilen. Ich bin sehr gespannt und werde weiter über das Ergebnis berichten.

Ergänzung am 16.06.2010: Wie fast zu erwarten, habe ich nie mehr etwas von diesem Interessenten gehört. Obwohl ich noch vier (!!) Mal schriftlich nachgefasst habe.

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Wie muss sich ein Maler/Handwerker verhalten, um beim Kunden Begeisterung auszulösen?

Freitag, April 9th, 2010

Bitte um reichlich Antworten/Kommentare. Und zwar aus dem Blickwinkel eines Kunden. Herzlichen Dank!

Es ist so grotteneinfach, weiterempfohlen zu werden!

Donnerstag, April 8th, 2010

Bei diesem Kunden arbeiten wir gerade. Wir sind dort noch nicht fertig. Trotzdem hat der Kunde heute extra ganz begeistert angerufen und mir die folgende Weiterempfehlungsgeschichte erzählt:

“Ich bin Mitglied in einem Gesangverein und hatte gestern Abend Gesangstunde. Da habe ich meinen Mitsängerinnen und -Sängern erzählt, dass ich die Handwerker/Maler im Haus habe. Sofort wurde ich von allen bedauert. Dann habe ich aber aufgetrumpft und meinen Sangesfreunden erzählt, wie pünktlich, freundlich, zuverlässig und sauber bei uns gearbeitet wird. Dass alles penibel abgedeckt wurde, kein Farbspritzer zu sehen war und wir hinterher nicht einmal saugen mussten!” Ist das nicht großartig, so etwas zu hören?

Selbstredend, dass viele Sangesbrüder und -Schwestern sich sehr genau nach dem Malerbetrieb erkundigt haben, der so einwandfrei arbeitet. Und mein Kunde hat es sehr genossen, wie er von den anwesenden Mitsängern, vor allem Sängerinnen, um diese tolle Firma beneidet wurde.

So grotteneinfach funktioniert die Weiterempfehlung. Freundlich, pünktlich, zuverlässig, sauber und ehrlich muss man nur sein! Wo liegt das Problem?

Praxiserfahrung: Lehrlinge müssen nicht nur ausbildungsfähig, sondern auch ausbildungswillig sein.

Mittwoch, April 7th, 2010

Aktuell haben wir fünf Lehrlinge, davon ein Mädchen. Das Mädchen ist im zweiten Lehrjahr und supergut, auch in der Schule. Zwei der Jungs  – einer drittes , einer zweites Lehrjahr  -  stehen auf der Kippe. Ihr Verhalten gegenüber Mitarbeitern ist respektlos und  z.T. ungebührlich. Zudem werden Arbeitsanweisungen ignoriert oder nicht richtig ausgeführt. Trotz vieler Gespräche und gutem Zureden, war bisher keine Verhaltensänderung zu erreichen. Interessant dabei ist: Das Verhalten hat sich seit Beginn der Lehrzeit verschlechtert. Die anderen Lehrlinge lassen sich von dem Verhalten schon spürbar anstecken, sind aber – noch – im grünen Bereich.

Als harmoniesüchtiger, geduldiger und nachsichtiger Chef und Mensch, scheue ich mich immer vor schriftlichen Abmahnungen und der Androhung von Konsequenzen (Kündigung). Aber hier ist jetzt auch meine übergroße Geduld am Ende. Heute habe ich die Lehrlinge zu einer Besprechung einbestellt und ihnen den Stand der Dinge klar gemacht. Bei der Besprechung kamen die jeweiligen Respektlosigkeiten, Frechheiten und Verhaltensweisen ausführlich zur Sprache.Ab sofort wird jedes Fehlverhalten, sowohl persönlich als auch fachlich, schriftlich mit Kündigungsandrohung abgemahnt. Nach der dritten Abmahnung wird das Ausbildungsverhältnis fristlos beendet. Das habe ich allen Azubis heute deutlich gemacht!

Soweit die Erfahrungen aus der Praxis unter dem Thema: Wie entwickeln sich Lehrlinge? Lehrlinge müssen eben nicht nur ausbildungsfähig, sondern auch ausbildungswillig sein.

Viele Blog-Leser, aber keine Blog-Schreiber! Warum?

Sonntag, April 4th, 2010

Mein Blog hat täglich mehrere hundert Leser (Zugriffe). Aber keine Reaktionen/Kommentare. An was liegt das? Gibt es nichts dazu zu sagen/schreiben? Würde mich einmal interessieren. Vielen Dank!

Osterspaziergang am Karfreitag

Samstag, April 3rd, 2010

Bei unserem Osterspaziergang, bei blendendem Wetter, hat sich unser Golden Retriever Gandhi offensichtlich am allerwohlsten gefühlt. Zuerst hat sich Gandhi, ganz zu unserer Freude, sehr genüsslich in übelstriechender Pferdegülle gesuhlt. Er – aber nur er – genoss es in vollen Zügen! Anschließend hat er sich mit Elan in jede Menge Schlammlöcher hineingeschmissen. Er war in seinem Element. Musste Gandhi danach auf der Terrasse mit Shampo gründlichst vom Dreck und Pferdegüllegestank reinigen.

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Strahlender Sonnenschein • So zufrieden sieht Gandhi nach seinem Güllebad aus!

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Schlammlöcher sind einfach wunderbar!