Archive for the ‘simplify-Tipps’ Category

Pfiffiger schreiben – Damit Sie privat und beruflich davon profitieren

Mittwoch, April 27th, 2011

Schreiben, schreiben, schreiben

Wenn Sie gerne texten, lassen Sie keine Gelegenheit zum Üben und Veröffentlichen aus. Über persönliche Internet-Tagebücher (Weblogs) werden immer wieder begabte Autorinnen und Texter gesucht und gefunden. Je mehr Sie schreiben, umso besser wird Ihr Stil!

Viele Menschen denken bei „Schreiben“ an Gedichte oder Romane. Das sind aber die am schlechtesten verkäuflichen Kategorien. Werbetexte dagegen, technische Dokumentationen, Berichte, Pressemeldungen, Sachbücher und viele andere eher unauffällige Texte – das ist die Art, mit der Sie Geld verdienen können.

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Pfiffiger schreiben, privat und beruflich

Saugen Sie den Leser an

Ob Spiegel-Artikel oder ein Bericht im Vereinsblatt: Der 1. Satz (im Journalistenjargon heißt er „Lead“) entscheidet, ob Ihre Leser weiterlesen. Jede Publikation hat dafür ihre typischen Methoden. Der Spiegel startet im Reportagestil: „Zuerst schossen zwei monströse Tentakel aus der Dunkelheit heran.“ Danach wird meist die Geschichte von hinten her aufgerollt. Bild beginnt gern rätselhaft: „Die Schlinge zieht sich zu.“ Oder emotional: „Skandal! 20 % soll der Benzinpreis noch steigen …“ Bei Ratgebern ist die Methode „Problem und Versprechen“ beliebt: „Berge von Papier stapeln sich jeden Tag auf Ihrem Schreibtisch. Dagegen hilft …“

Beim letzten Beispiel sehen Sie, dass Sie für einen guten Lead sogar den Satzbau so umbiegen dürfen, dass das stärkste Wort an den Anfang rutscht. Normalerweise würde man sagen: „Jeden Tag stapeln sich Berge von Papier auf Ihrem Schreibtisch.“

Sparen Sie an Nebensätzen

Es ist eine Tatsache, dass es eine echte Seuche darstellt, dass im Deutschen, in dem es die Möglichkeit gibt, komplizierte Satzkonstruktionen zu bilden, dadurch viele Aussagen, die wichtig sind, nicht im Hauptsatz, sondern in einem Nebensatz, den man kaum noch versteht, landen.

Das war ein Beispielsatz, wie Sie es nicht machen sollten. Gegen solche Ungetüme helfen folgende Methoden:

Überflüssiges streichen. „Es ist eine Tatsache, dass“ oder „Ich finde, dass“ bieten keinerlei Informationswert.

Adjektiv statt Nebensatz. „Wichtige Aussagen“ statt „Aussagen, die wichtig sind“. „Unverständlicher Nebensatz“ statt „Nebensatz, den man kaum noch versteht“.

Doppelpunkt statt „dass“. „Es ist eine Seuche im Deutschen: Wichtige Aussagen landen in einem Nebensatz.“

In mehrere kurze Sätze zerlegen. „Im Deutschen lassen sich verschachtelte Nebensätze bauen. Das kann zu einer regelrechten Seuche werden. Wichtige Aussagen landen dann in einem Nebensatz.“

Verben statt Substantiven

Bei der Begegnung Ihrer Leser mit Ihrem Geschriebenen kommt es auf Verstehbarkeit und einen gewissen Überraschungseffekt an, damit seine Lesefreudigkeit anhält und vor allem bei einer Steigerung der Textlänge keine Ermüdung eintritt.

Ein häufiger Fehler, den Sie oft erst beim Durchlesen bemerken. Wandeln Sie Substantive in Verben oder Adjektive um. Das geht immer. Texte werden lesbarer und kürzer:

„Schreiben Sie verständlich und überraschen Sie Ihre Leser, damit sie gerne weiterlesen und auch bei längeren Texte nicht ermüden.“ Na bitte!

Würzen mit Umgangssprache und Modewörtern

Haben Sie keine Scheu, auch einmal zu schreiben, wie „Ihnen der Schnabel gewachsen ist“. Wenn Sie schwierige Sachverhalte rüberbringen wollen, suchen Sie sich einen Menschen in Ihrer Umgebung, dem Sie davon erzählen. Wenn dieser andere sagt „Jetzt hab ich’s kapiert!“ – dann nehmen Sie genau die Formulierung, bei der er den Durchblick bekam.

Verwenden Sie mutig (aber nicht zu übertrieben) Zitate aus der aktuellen Umgangssprache und Werbung. Mit „Gute Preise, gute Besserung“ oder „Mittendrin statt nur dabei“ können Sie auf billige Weise ein kleines Schmunzeln erzeugen. Entsprechende Sprüche finden Sie bei slogans.de oder wikiquote.org.

Dumme Wörter vermeiden

Es gibt nämlich Wörter, die sind eigentlich gar nicht nötig, und deshalb sollten Sie die bewusst weglassen.

In diesem Beispielsatz sind das „nämlich“, „eigentlich“ und „bewusst“. Ohne jeden Informationsverlust lautet der Satz dann: „Es gibt Wörter, die sind gar nicht nötig, und deshalb sollten Sie die weglassen.“

Mit den folgenden Begriffen zeigen Sie, dass Sie ungebildet sind: „einzigster“ (es heißt „einziger“, denn das ist ja bereits nur einer), „Osterinseln“ (es ist nur 1 Insel), „Linkshändler“ (richtig wäre „Linkshänder“). Prüfen Sie Eigennamen immer doppelt nach. Nichts ist peinlicher, als wenn Sie aus Günter Hoefer einen Günther Höfer machen.

Überschlaue Wörter vermeiden

Man könnte somit das allen Humanismen zu Grunde liegende kommunitarische Phantasma auf das Modell einer literarischen Gesellschaft zurückführen, in der die Beteiligten durch kanonische Lektüren ihre gemeinsame Liebe zu inspirierenden Absendern entdecken.

Ein Satz des Philosophen Peter Sloterdijk im typischen Intellektuellen-Jargon: viele Substantive, viele Fremdwörter. Als Schreiber machen Sie sich beliebt, wenn Sie schwierige Sachverhalte verständlich ausdrücken können. Schlagen Sie Fremdwörter auf wikipedia.de nach. So geht es doch auch:

„Bei allen Menschen gibt es die abwegige Vorstellung: Wir werden eine Gesellschaft, indem wir lesen, was andere uns vorschreiben, und uns gemeinsam von bestimmten Autoren beflügeln lassen.“

Keine Wiederholungen

Wenn Sie über ein Thema schreiben, kommt dieses Thema immer wieder in vielen Varianten dieses Themas vor, bis Ihren Lesern das Thema zu den Ohren herauskommt.

Variieren Sie häufig vorkommende Begriffe! Klicken Sie beim Schreiben mit der rechten Maustaste auf das Wort und wählen Sie (bei Microsoft Word) den Begriff „Synonyme“. Sie erhalten fast immer eine Liste mit sinnverwandten Wörtern (bei „Thema“ erscheinen „Motiv, Frage, Aufgabe, Angelegenheit, Inhalt usw.“). Selbst wenn das gesuchte Wort nicht dabei ist – oft kommen Sie beim Lesen der Liste auf neue Begriffe. So vermeiden Sie das Schlimmste, was Sie Ihren Lesern zumuten können: Langeweile.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter

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Gute Tipps, finde ich. Werde  künftig versuchen, davon einige umzusetzen :-) .

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Die innere Uhr: Werden Sie zeitsouverän! Zeitenvielfalt statt Uhren-Monokultur

Dienstag, April 26th, 2011

Erinnern Sie sich noch an Ihre 1. Uhr? Für Kinder ein stolzer Moment: „Ich kann die Uhr lesen!“ Doch aus diesem Stück Selbstständigkeit wird bei vielen Erwachsenen eine Abhängigkeit – die Abhängigkeit vom Zeitmessinstrument Uhr. Unser Rat an Sie: Machen Sie die Uhren-Zeit nicht zum einzigen Maßstab Ihrer Zeit.

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Lassen Sie sich nicht von Ihrer Uhr beherrschen

Wer automatisch alle paar Minuten auf die Uhr schaut, glaubt, dadurch die eigene Zeit im Griff zu haben. Doch der ständige Blick auf das kleine Ding am Handgelenk bewirkt genau das Gegenteil: Die Uhr hat Sie im (Würge-)Griff!

simplify-Tipp: Legen Sie Ihre Armbanduhr so häufig ab, dass sich dieser Automatismus verliert. Versuchen Sie’s zunächst in einer Phase ohne jeden Zeitdruck – etwa beim Wandern oder beim abendlichen Zusammensein mit Freunden – und erst danach im Alltag. Vermutlich wird Ihnen das Handgelenk anfangs ziemlich nackt vorkommen. Ersetzen Sie die Uhr nicht durch ein Armband, sondern genießen Sie die Freiheit, die Ihr Arm und Sie durch das Ablegen der Uhr gewinnen.

Manche Menschen zeigen ihren Luxus durch eine exklusive Uhr. Machen Sie’s wie der Hersteller von Luxusuhren Thomas Prescher, dessen persönlicher Luxus in einem Leben ohne Uhr besteht (so Prescher in einem Interview mit dem Manager-Magazin).

Handy statt Armbanduhr

Viele Menschen können keine Sekunde auf ihre Uhr verzichten. Daneben gibt es jedoch eine wachsende Zahl von Menschen, die gar keine Uhr mehr tragen: Ihnen dient das Handy als Uhrersatz. Ist das nun eine Unsitte oder nicht?

simplify-Tipp: Betrachten Sie Ihr Handy als praktische Standby-Uhr, wenn Sie uhrlos unterwegs oder bei der Arbeit sind. Sein großer Vorteil: Sie können sich damit jederzeit über die genaue Uhrzeit informieren, müssen es dafür aber extra hervorholen. Legen Sie Ihr Handy daher nie direkt vor sich auf den Tisch!

Achten Sie auf Zeitsignale von außen …

Ihre Umgebung sendet Ihnen jede Menge Zeitsignale. Beobachten Sie die Natur: Wo steht die Sonne am Himmel? Welche Teile außerhalb des Hauses sind im Schatten, welche besonnt? Wann singen welche Vögel vor Ihrem Fenster?

simplify-Tipp: Wer einen Garten besitzt, kann es im Sommer dem schwedischen Naturforscher Carl von Linné (1707–1778) nachmachen: Lesen Sie die Zeit von den Blumen ab, die ihre Blüten zu unterschiedlichen Zeiten öffnen und schließen. Infos dazu finden Sie im Internet unter dem Stichwort „Blumenuhr“, etwa auf der Website mein-schoener-garten.de.

Auch menschliche Rhythmen bieten Ihnen Anhaltspunkte: War daheim der Briefträger, im Büro der Brotzeitservice schon da? Die Kirchturmuhr läutet verlässlich immer zu denselben Zeiten, die Straßenbahn rattert in der Ferne alle 10 Minuten, der Nachbar lässt wie immer nach den Abendnachrichten die Rollläden herunter.

simplify-Tipp: Orientieren Sie sich für Tätigkeiten, die Sie nicht auf die Minute genau timen müssen, an „Es ist Zeit“-Zeichen aus Ihrer Umgebung. Beispiel: Nehmen Sie sich morgens so lange Zeit für Ihre Zeitungslektüre, wie Sie auf der Straße Schulkinder vorbeiziehen hören.

… und von innen

Nicht nur wer ziellos in den Tag hineinlebt, sondern auch Menschen, die mit einem Zeitplaner arbeiten, kennen das abendliche Gefühl, „wieder nichts geschafft“ zu haben. Ein häufiger Grund: Sie haben für ihre To-dos nicht den jeweils günstigsten Zeitpunkt gewählt.

simplify-Tipp: Zeichnen Sie Ihre Tageskurve auf: Zu welchen Tageszeiten sind Sie eher gut, zu welchen eher schlecht drauf? Richten Sie Ihre Tagesplanung nach Ihrem Rhythmus aus, und legen Sie Tätigkeiten, die große Konzentration erfordern, in Ihre Hochphasen.

Für das Gelingen von Gesprächen oft entscheidend: Ihre eigene Stimmung. Wenn Sie selbst von einem Erfolgserlebnis beflügelt sind, schaffen Sie es leichter, Ihre Kollegin für Ihre Projektidee zu begeistern. Wenn das Gewitter draußen Sie in eine leicht aggressive Stimmung versetzt, haben Sie als zurückhaltender Mensch eher die Power, bei Bedarf einmal auf den Tisch zu hauen. Nehmen Sie günstige Gelegenheiten wahr, statt strikt nach Terminplan zu agieren!

Lassen Sie sich zur Pause einladen

Die Chronobiologie (= wissenschaftliche Erforschung körperlicher Prozesse unter Zeitaspekten) hat festgestellt: Unseren Tag durchzieht ein fester Rhythmus von Energieanstieg und Energieabfall – jeweils nach rund 90 bis 120 Minuten bietet unser Körper uns eine etwa 20-minütige Regenerierungsphase an.

simplify-Tipp: Registrieren Sie bei sich die ersten Anzeichen dieser Phase – etwa Gähnen, das Bedürfnis, vom Arbeitsplatz aufzustehen, oder Tagträume –, und folgen Sie der Einladung Ihres Körpers, sich zu erholen. Dazu müssen Sie sich nur bequem hinsetzen (oder hinlegen) und die Augen schließen. Den Rest übernimmt Ihr Körper. Ihr wichtigster Beitrag zu Ihrer Erholung: Halten Sie es aus, nichts zu tun!

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Zentrales Anliegen des renommierten Zeitforschers Professor Karlheinz Geißler ist die Entwicklung einer neuen, menschlichen Zeitkultur. Anregungen für diesen Artikel verdanken wir dem wissenschaftlichen Sammelband: Karlheinz A. Geißler, Klaus Kümmerer, Ida Sabelis (Hrsg.): “Zeit-Vielfalt. Wider das Diktat der Uhr”.

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter

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Anmerkung von mir: Analog des oben genannten Tipps, verzichte ich seit ca. zwei Jahren auf eine Armbanduhr. Zumindest die Unsitte, ständig auf die Uhr zu schauen, habe ich dadurch bei mir abgeschafft. Meine Erfahrung daraus: Es geht auch ohne Armbanduhr!

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Zucker und Salz: Die visionäre Doppelstrategie Mahatma Gandhis

Dienstag, April 19th, 2011

Zucker und Salz: Die visionäre Doppelstrategie Mahatma Gandhis

Der indische Jurist Mahatma Gandhi (geboren 1869) hatte in London studiert und kämpfte 1893 als Rechtsanwalt in Südafrika gegen Rassendiskriminierung. Dort entwickelte er sein Konzept des gewaltlosen Widerstandes. 1914 kehrte er nach Indien zurück und wurde Führer des Indian National Congress.

Gandhi wurde immer wieder inhaftiert und verbrachte über 6 Jahre im Gefängnis. 1947 wurde die Unabhängigkeit und Teilung Indiens in Pakistan und Indien verkündet. Am 30. Januar 1948 wurde Gandhi von einem fanatischen Hindu erschossen. Er erhielt nie den Friedensnobelpreis, obwohl er 5-mal zwischen 1937 und 1948 dafür nominiert wurde.

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Die Zucker-Strategie: Gutes zuerst selbst tun

Eine Mutter brachte, so erzählt man sich, ihren kleinen Sohn zu Mahatma Gandhi und bat: „Sage ihm, er soll aufhören, Zucker zu essen.“ Gandhi schickte die Frau weg und bat sie, in 2 Wochen wiederzukommen. Er schaute dann dem Kleinen fest in die Augen und sagte: „Hör auf, Zucker zu essen.“ Dankbar, aber ziemlich verwundert fragte die Mutter: „Warum musste ich darauf 2 Wochen warten?“ „Vor 2 Wochen“, antwortete Gandhi, „habe ich selbst noch Zucker gegessen.“

  1. Fange immer bei dir selbst an.
  2. Jeder äußeren Veränderung muss eine innere Entwicklung bei dir vorausgehen.
  3. Willst du andere motivieren, motiviere zuerst dich selbst.
  4. Willst du andere etwas Schweres lehren, musst du selbst die Mühen kennen, die dabei auftauchen können.

Gandhis Trainingssätze für die Zucker-Strategie

  • Reich wird man erst durch Dinge, die man nicht begehrt.
  • Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.
  • Der wahre Reichtum eines Menschen ist das, was er anderen Gutes getan hat.

 Die Salz-Strategie: Ungerechtes nicht mitmachen

Die britische Kolonialmacht hatte in Indien das Salzmonopol. Es war verboten, selbst Salz abzubauen oder anderweitig herzustellen. Gandhi organisierte gegen diese absurde Unterdrückung 1930 den „Salzmarsch“. Tausende von Indern marschierten zum Meer, machten ihr eigenes Salz und brachen die Salzsteuergesetze.

  1. Erstelle eine realistische Analyse der Lage. Würdige das Gute daran.
  2. Entwickle eine Vision, die viele begeistert und mobilisiert.
  3. Organisiere deine Strategie so, dass eine große Zahl von Menschen mitmacht.
  4. Halte weitere Taktiken bereit, falls deine erste scheitert. Gewaltfreies „Nichtmitmachen“ muss das ungerechte System an einer empfindlichen Stelle treffen und neue Handlungsebenen eröffnen.
  5. Habe Geduld. Vom Salzmarsch bis zur Unabhängigkeit Indiens dauerte es 17 Jahre.

Trainingssätze Gandhis für die Salz-Strategie

  • Wir bekämpfen nicht Menschen, sondern Maßnahmen.
  • Zuerst ignorieren sie dich, dann machen sie dich lächerlich, dann bekämpfen sie dich und dann verlieren sie gegen dich.
  • Die wesentliche Bedingung für einen Kompromiss ist die, dass nichts Demütigendes und nichts Überängstliches an ihm sein sollte.
  • Wenn du im Recht bist, kannst du es dir leisten, die Ruhe zu bewahren; wenn du im Unrecht bist, kannst du es dir nicht leisten, sie zu verlieren.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter

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Lernen Sie von den Meistern: Gelassenheit ist …

Montag, April 18th, 2011

Lernen Sie von den Meistern: Gelassenheit ist …

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Hier eine Sammlung von Meister-Schüler-Gesprächen aus Taoismus, Zen-Buddhismus, Islam, Judentum und Neuem Testament.

… den anderen sehen

Ein Schüler kam zum Meister: „Ich will euer Diener werden. Was muss ich tun?”
Meister: „Wenn du das ,Ich’ weglässt, ergibt sich dein Dienen von selbst.”

… alles loslassen

Schüler: „Ich bin zu euch gekommen mit nichts in den Händen.”
Meister: „Dann lass es sofort fallen.”
Schüler: „Wie kann ich das fallen lassen? Es ist nichts!”
Meister: „Dann musst du es eben weiter mit dir herumtragen.”

… auf die Stille lauschen

Der Meister schweigt. Schüler: „Was sollen deine Jünger aufzeichnen, wenn du nicht redest?”
Meister: „Redet denn der Himmel? Und doch gehen die Jahreszeiten ihren Gang, und alles Leben entsteht.”

… den Sonnenaufgang erleben

Schüler: „Was kann ich tun, um die Welt zu retten?”
Meister: „Trage dazu bei, dass morgens die Sonne aufgeht.”
Schüler: „Aber was nützen dann all meine Gebete und all meine guten Taten?”
Meister: „Sie helfen dir, wach zu sein, wenn morgens die Sonne aufgeht.”

… das Herz spüren

Schüler: „Bewegt sich die Fahne oder bewegt sich der Wind?”
Meister: „Keines von beiden. Wenn du die Fahne betrachtest, bewegt sich dein Herz.”

… den Alltag leben

Schüler: „Meister, was ist der richtige Weg?”
Meister: „Der alltägliche Weg ist der richtige Weg.”
Schüler: „Kann man diesen Weg erlernen?”
Meister: „Je mehr du lernst, umso mehr kommst du vom Weg ab.”

… vereinen statt trennen

Schüler: „Es gibt 2 Arten von Menschen: die Pharisäer und die Zöllner. Aber woran erkenne ich die Pharisäer?”
Meister: „Einfach daran, dass sie zwischen Pharisäern und Zöllnern unterscheiden.”

… vergeben

Schüler: „Unser Mitschüler hat sich eines ernsten Vergehens schuldig gemacht. Wir warten nun schon lange, dass du ihn endlich bestrafst. Wir können nicht übersehen, was passiert ist. Schließlich hat Gott uns Augen gegeben.”
Meister: „Ja. Und Augenlider.”

… nach innen sehen

Schüler: „Wann bricht die Herrschaft Gottes an?”
Meister: „Sie bricht nicht so an, dass du sie sehen kannst und sagen: Hier ist sie! Sie ist bereits inwendig in dir.”

… lieben

Schüler: „Was muss ich tun, um das ewige Leben zu erreichen?”
Meister: „Liebe dich selbst und genauso deinen Nächsten.”

… handeln

Schüler: „Die Tochter meines Bruders ist schwer erkrankt. Rund um die Uhr braucht sie Pflege. Wie kann Gott das zulassen? Warum tut er nichts dagegen?”
Meister: „Er tut etwas dagegen. Er hat dich geschaffen.”

aus: simplify your life, Ausgabe März 2001

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter.

Biblische Tipps zum Umgang mit Enttäuschungen

Dienstag, April 12th, 2011

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1. Mose-Strategie: Guck auf den Boss

Gott spricht aus dem brennenden Dornbusch zu Mose und beauftragt ihn: „Führe mein Volk heraus aus Ägypten!“ Als Moses zögert und nach dem Namen Gottes fragt, erhält er zur Antwort: „Ich will mit dir sein.“ Im Wissen darum, dass Gott hinter ihm steht, führt Moses von da an sein Volk gegen alle Widrigkeiten.

simplify-Rat: Machen Sie sich klar, für wen Sie arbeiten. Enttäuschungen lassen sich besser ertragen, wenn Sie klar wissen, wem oder was Ihr Engagement letztlich gilt. Ist es der unfähige Chef, der sich auf Kosten seiner Mitarbeiter profiliert, oder sind es die Menschen, die von dem Produkt profitieren werden? Ist es der ermüdete Pfarrer Ihrer Gemeinde, oder sind es die Kinder und Jugendlichen, die sich im Pfarrheim versammeln?

2. Mose-Strategie: Bleib auf dem Weg

Während der unendlich langen 40 Jahre auf dem Weg durch die Wüste vergessen die Israeliten häufig, wer sie aus der Sklaverei befreit hat. Dennoch hält Mose an seiner Sendung fest.

simplify-Rat: Erwarten Sie keine Dankbarkeit. Dass Sie für Ihr Engagement nicht immer Dank ernten, hat meist einen einfachen Grund: Viele Menschen schämen sich vor dem, der ihre Probleme kennt. Tun Sie weiterhin Gutes – weil es Ihr Auftrag ist und es gut für Sie ist, sich selbst treu zu bleiben. Machen Sie es wie Gott und Mose: Sehen Sie weiterhin das Gute in den Menschen, auch wenn Sie von ihnen enttäuscht oder verletzt werden.

3. Mose-Strategie: Träume groß

Als Mose mit Gottes 10 Geboten vom Berg Sinai herabsteigt, entdeckt er, dass sich die Israeliten als Götterstatue ein goldenes Kalb modelliert haben – und damit gegen das ausdrückliche Verbot verstoßen haben, sich von Gott ein Bildnis zu machen. Mose wird zornig und zerschmettert die Tafeln. Nach einer jüdischen Überlieferung, so Kushner, hebt Mose die Scherben anschließend auf und bewahrt sie gut auf.

simplify-Rat: Wagen Sie Visionen. Trauen Sie sich, beruflich wie privat Großes von Ihrem Leben zu erwarten. Investieren Sie Zeit und Energie, damit Ihre Träume wahr werden.

Nehmen Sie Abschied von nicht realisierbaren Träumen. Es ist bitter, wenn sich keine Kinder anmelden, die Partnerschaft zum Schlachtfeld geworden ist, die mühsam aufgebaute Firma Konkurs geht oder eine Krankheit alle Pläne zunichte macht. Aber lassen Sie Ihr Leben nicht von Ihren Träumen tyrannisieren. Wenn ein Wunsch endgültig gescheitert ist, stehen Sie zu der neuen Situation. Ein Paar, das seinen Kinderwunsch begraben muss, baut das Kinderzimmer zu einem Gästezimmer um. Geben Sie die Ausrüstung weg, wenn Sie wegen Ihrer Rückenprobleme nicht mehr Ski fahren können.

Stehen Sie zu Ihren zerbrochenen Träumen. Bewahren Sie aber wie Mose ein paar Scherben auf. Streichen Sie Lebensabschnitte, die in Enttäuschungen endeten, nicht aus Ihrer Biografie. Nur wenn Sie auch zu Ihren schmerzhaften Erinnerungen stehen, können Sie sich neu orientieren. Wagen Sie trotz der Enttäuschung neue Träume.

Diese und weitere anregende Gedanken finden Sie in: Harold S. Kushner, “Vom Glück im Unglück”.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter

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Wie Sie ohne Medikamente Ihre Selbstheilungskräfte aktivieren

Montag, März 21st, 2011

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Wie Sie ohne Medikamente Ihre Selbstheilungskräfte aktivieren

An gebrochenem Herzen sterben – ja, das ist möglich. Manchmal sterben Witwer kurz nach dem Tod ihres Ehepartners. Manager erleiden einen Herzinfarkt, weil sie sich zu „herzlich“ mit ihrem Job verbunden haben. Längst ist erwiesen, dass emotionaler Stress in „Herzensangelegenheiten“ ein noch größerer Risikofaktor ist als Rauchen. Wenn das emotionale Gehirn aus den Fugen gerät, leidet das mit ihm verbundene Herz und gibt schließlich auf. Aber genau diese enge Verkettung von Kopf und Herz lässt sich dazu nutzen, mit mentalen Methoden Ihr Herz-Kreislauf-System zu heilen – ohne jedes Medikament! Der französische Neurologe David Servan-Schreiber hat Forschungsergebnisse der Neurobiologie zusammengestellt und damit bei Laien wie Fachleuten großes Aufsehen erregt.

Ihr Herz – eine Welt für sich

Das menschliche Herz hat ein eigenes Nervensystem und produziert eigenständig Hormone. Diese wirken unmittelbar auf das Gehirn – das Gehirn steuert also nicht nur unsere Organe, sondern auch umgekehrt!

Das autonome Nervensystem des Körpers besteht aus 2 Strängen: Das „sympathische“ setzt Adrenalin und Noradrenalin frei, steuert Kampf- und Fluchtreaktionen und beschleunigt wie ein Gaspedal den Herzschlag. Der andere, „parasympathische“ Strang, gleichsam die Bremse, produziert einen Neurotransmitter, der entspannen und den Herzschlag verlangsamen kann. Bei Säugetieren sind diese beiden Systeme in Balance und ermöglichen komplexe soziale Beziehungen: Ohne das parasympathische Bremssystem würden z. B. Männer unkontrolliert über Frauen herfallen oder bei jeder drohenden Gefahr in hemmungslose Rage geraten.

Die Wellen der Herzfrequenz

Die unmittelbare Auswirkung dieses sensiblen Balance-Systems ist die ständige Veränderung der Herzschlagfrequenz. Diese Veränderlichkeit ist normal und gesund – wenn ein Herz mit der Regelmäßigkeit eines Metronoms zu schlagen beginnt, ist das ein Zeichen für den nahenden Tod! Bei Stress, Angst, Depression oder Zorn verändert sich der Herzschlag in chaotischen, ungleichmäßigen Mustern. Wohlbefinden, Mitgefühl und Dankbarkeit dagegen führen zu gleichmäßigen Pulsveränderungen, der so genannten Kohärenz. Im Lauf des Lebens lässt die (parasympathische) Bremse nach, es wird für das Herz schwerer, nach Stress zu innerer Ruhe zu finden. Die wichtigste Voraussetzung für ein langes und gesundes Leben ist also, Ihr parasympathisches System zu trainieren. Und das ist möglich! Hier Servan-Schreibers einfache Mental-Methode für ein gesundes Herz:

Gedanken, die Ihr Herz heilen helfen

1. Atmen Sie 2-mal langsam und tief ein und aus, mit einigen Sekunden Pause zwischen allen Atemzügen. Damit regen Sie den Parasympathikus an und verlagern das Schwergewicht auf die „Bremse“.

2. Lenken Sie nach 10 bis 15 Sekunden Ihre Aufmerksamkeit auf die Herzgegend. Stellen Sie sich vor, Sie atmen durch das Herz, das sich dadurch in einem Bad frischer, reinigender Luft wäscht. Denken Sie sich, Ihr Herz wäre ein fröhlich planschendes Kind in einer Badewanne mit warmem, sauberem Wasser.

3. Empfinden Sie im Herzraum Wärme und Ausdehnung. Nach Jahren emotionaler Misshandlung ist das Herz manchmal wie ein Tier nach langem Winterschlaf. Ermuntern Sie es, indem Sie Ihren Brustraum mit dem Gefühl von Dankbarkeit füllen. Ihr Herz kann dieses Gefühl unmittelbar wahrnehmen, so, wie das Auge Licht empfangen kann! Wählen Sie ein Bild, das Sie besonders lieben: das Gesicht eines Kindes, eine friedliche Naturszene, eine herrliche Skiabfahrt, ein Bad in einer Meereslagune. Viele Menschen bemerken während dieser Übung, wie ein Lächeln aufkommt, das in der Brust entsteht und sich auf dem Gesicht ausdrückt. Das ist ein Zeichen von Kohärenz.

Mit Messgeräten, die den Pulsschlag auf einem Bildschirm sichtbar machen (Biofeedback), lässt sich der Lernprozess beschleunigen. Aber eigentlich sind Geräte nicht nötig, nur Geduld und Ruhe. Menschen mit Meditations- oder Yogaerfahrung kommen besonders schnell in diesen Zustand der Kohärenz.

Zum spannenden Weiterlesen sehr empfohlen: David Servan-Schreiber, “Die neue Medizin der Emotionen”.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher
 

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter

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5 einfache Lebensprinzipien, die Sie fröhlicher und gesünder machen

Montag, März 14th, 2011

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simplify Allgemeinwissen: Die wichtigsten Symptome der Zu-wenig-Freude-Krankheit

  • Chronische Müdigkeit, begleitet von Schlafstörungen.
  • Beklemmungsgefühle, die sich durch Versteifungen im Nacken-,
    Stirn- und Schulterbereich äußern.
  • „Chronophobie”: die Angst, in zu wenig Zeit zu viel erledigen zu
    müssen.
  • Konsumzwang: ein ständiges Bedürfnis, mehr, Besseres und
    Neueres anzuschaffen.
  • Innere Konflikte: Hin- und Hergerissensein zwischen Ehepartner,
    Familie, Beruf und anderen Aufgaben, bis hin zu einem Gefühl der Ausweglosigkeit.
  • Kontrollzwang: Das Gefühl, ständig alles im Griff haben
    zu müssen, oft begleitet von dem Eindruck, dass andere einen ausnutzen.
  • Konkurrenzdruck und Neid: Das Gefühl, sich und anderen immer
    etwas beweisen zu müssen.
  • Konzentrationsschwächen: Bei Aktivitäten, die früher
    leicht von der Hand gingen, werden immer mehr Fehler gemacht.
  • Krankheitsängste: die Sorge, dass bestimmte Nahrungsmittel
    schaden, und Furcht vor einer „vorherbestimmten” unheilbaren Erkrankung,
    auch wenn es dafür gar keinen Anlass gibt.
  • Zynische Grundhaltung: die Unfähigkeit, anderen Menschen zu
    vertrauen und eigentlich angenehme Aktivitäten zu genießen,
    weil sie zu oberflächlich erscheinen.

5 einfache Lebensprinzipien, die Sie fröhlicher und gesünder machen

Ka’ikena Pearsalls Grundsatz: Weniger tun, mehr sein. Den Augenblick genießen lernen. Sich weniger Sorgen machen über Labormesswerte nach medizinischen Untersuchungen, über die Figur, das Älterwerden, den Arbeitsplatz und die Vorwürfe anderer Menschen. Er ist überzeugt, dass jeder Mensch das kann, weil er einen geheimen „7. Sinn” hat – den der Freude.Dabei ist Lebensfreude kein angeborenes Gefühl: „Erfahrung ist nicht das, was Ihnen zustößt, sondern das, was Sie daraus machen.” Das gilt auch und gerade für leidvolle Situationen. Ka’ikena Pearsall berichtet, er habe auf der Krebsstation mindestens ebenso viele glückliche Patienten erlebt wie in seiner Praxis bei den leicht Erkrankten.Freude können Sie sich bewahren, wenn Sie auch in Phasen des Verlustes einen Blick haben für das, was Sie geschenkt bekommen haben. Es ist eine Frage des ausgeglichenen Nehmens und Gebens: Wer nicht nehmen kann und wer nicht geben kann, ist freudlos und arm. Am meisten Lebensfreude hat der, der sie anderen vermitteln und auch von anderen annehmen kann.    

Oberbegriff Aloha

Das hawaiianische Wort findet sich in abgewandelter Form in ganz Polynesien und wird meist übersetzt mit „Liebe”. Die Grundbedeutung ist „Verschenken des heiligen Atems” („A” ist der Laut des Atmens). Die Grundbedeutung ist „langer Atem”. Die erste Übung, die jeder Westeuropäer oder Nordamerikaner in Polynesien lernt, ist das geduldige Warten. Niemals wird hier gehetzt. Jeder bringt gegenüber anderen und sich selbst Geduld auf. Aber nicht in einer müden, sondern überaus wachen und freundlichen Weise, die sich an jedem gelebten Augenblick erfreut.  

2. Lokahi: Einheit

Die klassische polynesische Medizin empfindet jede Krankheit als Verbindungsstörung: Die Einheit zwischen Mensch und Natur, zwischen Mensch und Mitmenschen ist defekt. Unser Ich ist zu klein, sagt Ka’ikena Pearsall. Es muss sich erweitern: auf die Größe der Erde.

Auch ein Abbruch von menschlichen Beziehungen zerstört die lebenswichtige Einheit. Im alten Hawaii gab es keine Scheidung, weil sich eine so intensive Beziehung wie die Ehe nicht aufheben lässt. Die Partner können dort zwar durchaus getrennt leben und neue Beziehungen eingehen, aber sie geben sich nie der Illusion hin, dass die erste Partnerschaft ungeschehen gemacht werden kann. Ka’ikena Pearsall: „Schon diese einfache Einsicht würde viele Europäer und Amerikaner nach einer Scheidung wirklichkeitsbezogener und gesünder machen.”  

3. Olu’olu: Friedfertigkeit

Das Wort leitet sich von dem Adjektiv „geschmeidig” ab. Friedfertigkeit heißt dabei nicht, alles still zu erdulden, sondern freundlich und nachsichtig auf Herausforderungen zu reagieren. Die Regeln der polynesischen Friedfertigkeit lauten: Beginne mit kleinen Dingen, entscheide dich für das Verzeihen und entwickle deine Fähigkeit des Verzeihens, um mit immer schwierigeren Ärgernissen fertig zu werden. Verzeih’ dir selbst (denn du wirst niemals vollkommen sein), verzeih’ deinen Feinden (denn das Feuer deines Zorns würde dich selbst verzehren) und verzeih’ deinem Partner und deinen Freunden (denn sie sind dir so nahe, dass sie dich am leichtesten verletzen können).

4. Ha’aha’a: Bescheidenheit

Angeberei gilt in Polynesien als schlimmste Unhöflichkeit. Man sagt dort: “Prahlen ist wie Husten, ohne die Hand vor dem Mund zu halten. Es verstreut den Virus des Getrenntseins und schwächt sie alle.” Arroganz bedeutet, öffentlich zu erklären, dass man sich für die Absonderung von den anderen entscheidet. Das macht krank, und Dr. Ka’ikena Pearsall hat sogar nachweisen können, dass aggressive Egozentriker ein schwächeres Immunsystem haben als bescheiden auftretende Menschen.  

5. Akahai: Freundlichkeit

Die vornehmste Tugend in Polynesien ist das Schenken. Wer etwas gibt, davon ist man überzeugt, erhält es immer auf irgendeine Weise zurück. Als Geschenk gelten nicht nur materielle Gaben, sondern auch Aufmerksamkeit, Liebe und jedes Wort. Dahinter steckt wiederum die Idee der Einheit, diesmal der gesellschaftlichen: Die beste Art, sich selbst zu helfen, besteht darin, das Los anderer zu verbessern.  

Das Ziel: Reife

Die Voraussetzungen für das Aloha-Prinzip sind in der paradiesischen Sonne der Südsee günstiger als in Ländern mit ständig wechselnder Witterung, wo man im Winter heizen und sich schützen muss gegen vielerlei Herausforderungen der Natur. Aber, so Ka’ikena Pearsall, die moderne Zivilisation mit all ihren Bequemlichkeiten stellt eine Art globales Polynesien dar, so dass die Tugenden dieses Erdteils durchaus als Modell für die komfortable Welt der Zukunft dienen könnte. Eine Welt, die alle Voraussetzungen zur Entwicklung tiefer Freude bietet.

Das ozeanische Aloha-Prinzip hat als Ziel eine Reife, die weit hinausgeht über ökonomische Sicherheit, soziale Anerkennung und persönlichen Erfolg. Aloha betont den Wert der Toleranz und der wechselseitigen, verzeihenden Abhängigkeit. Ka’ikena Pearsall sieht Aloha als den „3. Weg” zwischen dem westlichen (Ziel: persönlicher Erfolg) und dem östlichen Denken (Ziel: spiritueller Erfolg). Statt ständig irgendwohin unterwegs zu sein, versteht es die polynesische Kultur, „hier” zu sein. Es bringt nicht Freude, das zu haben, was wir uns wünschen. Wahrhaft glücklich sind wir, so das Aloha-Prinzip, wenn wir das wollen, was wir haben.  

Zum vertieften Weiterlesen: Paul Ka’ikena Pearsall, “Aloha – die Lust am Leben”. Leider nur noch gebraucht erhältlich.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter

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So umschiffen Sie die fünf schwersten Entscheidungs-Klippen

Mittwoch, März 9th, 2011

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So umschiffen Sie die fünf schwersten Entscheidungs-Klippen

Beschränken Sie sich

Klippe 1: Sie sind bei einer zu großen Auswahl wie gelähmt. Bei einem Fahrradhändler stehen Sie vor 40 verschiedenen Modellen. Ihr Kind könnte jeden Nachmittag einen anderen interessanten Kurs besuchen. Wenn Sie im Internet nach einer tablettenfreien Methode zur Kopfschmerzbekämpfung suchen, bekommen Sie tausende Treffer.

simplify-Lösung: Beschränken Sie die Auswahl. Gehen Sie zu einem kleineren Fachhändler. Lassen Sie andere mit der nötigen Kompetenz eine Vorauswahl treffen (Testzeitschrift, Experten im Freundeskreis). Definieren Sie großzügige K.o.-Kriterien, mit denen Sie die Zahl der Alternativen stark reduzieren: Schließen Sie alle Kurse aus, die nicht zu Fuß erreichbar sind, regelmäßig Wochenenden binden oder ständig neue Ausrüstung erfordern.

Zukunfts- statt Vergangenheitsorientierung

Klippe 2: Sie machen Ihre Entscheidung von früheren abhängig. Weil Sie in den vergangenen Jahren viel Geld in Reparaturen an Ihrem Auto gesteckt haben, schrecken Sie vor dem Kauf eines neuen zurück („Sonst wären die Reparaturen Geldverschwendung gewesen“).

simplify-Lösung: Selbst wenn aus heutiger Sicht die früheren Reparaturen Fehlentscheidungen waren: Sehen Sie in die Zukunft. Werfen Sie dem verlorenen Geld nicht noch mehr gutes Geld hinterher. Das gilt auch für ein noch kostbareres Gut: Ihre Lebenszeit. Sie haben jahrelang auf eine bestimmte berufliche Position hingearbeitet, fühlen sich aber nicht mehr wohl darin? Zögern Sie nicht, erneut eine berufliche Veränderung anzustreben.

Seien Sie spontan!

Klippe 3: Sie wägen auch in kleinen Dingen sorgfältig das Für und Wider ab und sind hinterher trotzdem nicht richtig zufrieden mit Ihrer Wahl. Psychologen wissen: Schnelle Bauchentscheidungen machen tendenziell zufriedener als langwierige Kopfentscheidungen. Ihre Unzufriedenheit entsteht also möglicherweise nicht trotz, sondern durch das Nachdenken. Eine mögliche Erklärung: Wenn Sie sich intensiv mit den Nachteilen einer Sache auseinandersetzen, bleiben diese im Gedächtnis.

simplify-Lösung: Reduzieren Sie Ihre Grübelzeit. Üben Sie das bei Mini-Entscheidungen. Greifen Sie im Laden zu dem Gemüse, das Sie anlacht, auch wenn Sie sich den Speiseplan fürs Wochenende noch nicht überlegt hatten. Wenn Sie gut damit fahren, werden Sie auch größere Entscheidungen mit mehr Leichtigkeit treffen.

Frisch gewagt …

Klippe 4: Sie fürchten, die Entscheidung später zu bereuen. Ein Sonderangebot, eine Fortbildungsmöglichkeit, eine besondere Reise – Sie würden gerne „Ja“ sagen, können sich aber nicht dazu entschließen.

simplify-Lösung: Führen Sie sich vor Augen, dass Sie auch ein „Nein“ später bereuen könnten. Überschlagen Sie, was bei einer positiven Entscheidung schlimmstenfalls passieren könnte. Oft steht einer großen Chance nur ein begrenztes Risiko gegenüber. Oder es gibt rettende Möglichkeiten: Wenn der preiswerte Schal nicht zu Ihrem Kostüm passt, gefällt er vielleicht Ihrer Schwägerin. Der Kurs lässt sich nach einer Probezeit kündigen – usw.

Die Sekunde der Wahrheit

Klippe 5: Sie wissen nicht, was Sie im tiefsten Inneren wollen. Mit mehreren Freunden ein Erholungsurlaub in Spanien oder mit einer Freundin zu zweit Mexiko erkunden: Beide Alternativen erscheinen Ihnen gleich verlockend.

simplify-Lösung: Finden Sie in einer „Sekunde der Wahrheit“ Ihre wahren Gefühle heraus. Werfen Sie eine Münze und setzen Sie damit (scheinbar) auf den Zufall. Hoffen Sie, während das Geldstück fällt, dass es auf einer bestimmten Seite zu liegen kommt? Dann wissen Sie schon vor dem Aufkommen, welche Entscheidung die richtige ist. Andernfalls warten Sie das Ergebnis des Münzwurfs ab: Sind Sie damit innerlich zufrieden, folgen Sie der Münze. Sind Sie enttäuscht, entscheiden Sie sich gegen den Rat des Geldstücks.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter

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Wachsen im 7-Jahres-Rhythmus: Entdecken Sie das Geheimnis des Älterwerdens (als Paar)

Freitag, März 4th, 2011

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Wachsen im 7-Jahres-Rhythmus: Entdecken Sie das Geheimnis des Älterwerdens (als Paar)

Die ersten Stufen unserer Entwicklung sind markiert durch gesellschaftliche Feste: Einschulung/Erstkommunion mit 7, Firmung/Konfirmation/Jugendweihe mit 14, und noch bis 1975 war mit 21 die Volljährigkeit erreicht. Vieles spricht dafür, dass der 7er-Rhythmus darüber hinaus weitergeht. Die Psychoanalytikerin Clarissa Estés hat die weiteren Stadien bis ins hohe Alter erforscht und benannt. Keines ist dabei besser oder erstrebenswerter als die anderen. Mit welchem Tempo diese Phasen durchlaufen werden, ist individuell verschieden, der 7er-Rhythmus ist ein Näherungswert. Eine 40-Jährige kann schon im Reich der Nebelwesen sein (eigentlich 77 bis 84 Jahre), ein 70-Jähriger noch in der Zeit der Krisen (35 bis 42) stecken.

Die Wachstumsringe sehen lernen

Krisen in einer Beziehung entstehen häufig dadurch, dass beide Partner nicht wissen, in welchem Entwicklungsstadium sich der andere gerade befindet und welche Aufgabe es zu lösen gilt. Ziel dieses zum Teil sehr anstrengenden Prozesses ist es, den Blick auf Ihren Persönlichkeitskern zu gewinnen, so dass Ihr reines Selbst (Ihr guter Wesenskern) immer klarer hindurchleuchten kann. Dazu gehören auch massive Krisen, die häufig als Beziehungsprobleme erlebt werden, obwohl es in Wahrheit um Ihre persönliche Entwicklung geht.

Das volle Leben: 15-mal 7 Jahre

0–7: Zeit der Körperlichkeit. Das intensive Lernen über den Körper: laufen, sprechen, soziale Kontakte knüpfen. Sie erproben im Spiel erste Partnerschaftskonzepte.

7–14: Zeit der Unterscheidung. Der rationale Verstand entwickelt sich, Vorstellungskraft und Ichbewusstsein wachsen. Eigene Wertvorstellungen werden ausgebaut.

14–21: Zeit der körperlichen Vollendung. Die Sexualität erwacht und entfaltet sich. Ihr Äußeres und Ihr Image spielen eine große Rolle, ebenso Cliquen und Freunde. Physisch wird die Reife abgeschlossen, psychisch bleiben oft noch Unsicherheit und Unzufriedenheit mit dem Selbstbild wirksam.

21–28: Zeit des Aufbruchs. Sie streben nach mehr Autonomie und lösen sich endgültig vom Elternhaus. Sie entdecken neue Welten des Wissens, des Berufs und der Partnerschaft. Ihr Selbstvertrauen festigt sich.

28–35: Zeit der Elternschaft. Eine arbeitsreiche, leistungsfähige Phase, in der Sie Ihre Werte und Konzepte erproben können. Sie sorgen für Ihre Kinder, leibliche oder auch geistige, etwa ein gemeinsames Arbeitsprojekt. Auch die Fürsorge für die eigenen Eltern kommt langsam hinzu.

35–42: Zeit der Krisen. Der Beginn Ihres seelischen Wachstums ist verbunden mit Irritationen, Korrekturen und inneren wie äußeren Kämpfen, auch in der Partnerschaft. Als Belohnung winken innere Tiefe, Authentizität und Wahrheit.

42–49: Zeit der ersten Seelenweisheit. Sie sehen klarer zurück als je zuvor, stoßen aber auch an Grenzen. Sie gewinnen Weitblick und erschließen sich neue innere Kraftquellen – häufig gerade durch eine gesundheitliche, berufliche oder private Krise.

49–56: Zeit der Unterwelt. Sie werden mit den dunklen Seiten Ihrer Seele konfrontiert. Ihre nüchternen Einsichten über sich wachsen, während Ihr Partner Ihnen manchmal sehr weit weg vorkommt. Am Ende der Schattenzeit steht die „vollständige Einweihung“ – auch als Paar, das sich in Schwierigkeiten bewährt hat.

56–63: Zeit der Entscheidung. Sie finden heraus, welchem Lebensfeld Sie oberste Priorität einräumen wollen. Damit markieren Sie die Richtung Ihrer zukünftigen Arbeit. Ihr Partner entdeckt überrascht neue Aspekte an Ihnen: konzentrierte Kraft und das Wissen, worauf es jetzt ankommt.

63–70: Zeit der Beobachtung. Das Knäuel entwirrt sich. Sie sehen herab vom „Turm der Achtsamkeit“, können alles Gelernte neu einordnen und bisherige Widersprüche integrieren. Der partnerschaftliche Umgang ist von Dankbarkeit und gegenseitiger Toleranz bestimmt.

70–77: Zeit der Verjüngung. Klingt angesichts nachlassender Körperkräfte seltsam. Aber Ihre innere weise Frau (Ihr innerer weiser Mann) gewinnt an Spannkraft und Flexibilität, sobald Sie „die Dinge der Jugend“ mit Anmut aufgeben. In einem erweiterten Sinn lassen Sie los und werden noch freier.

77–84: Zeit der Nebelwesen. In Demut gewinnen Sie das Wissen, wie Sie im Geringen immer Größeres finden können. Ihr Blick für das Ganze, geschult durch langjährige Prozesse, erfasst Künftiges ebenso gut wie Vergangenes.

84–91: Zeit der Weber. Sie verstehen das Gewebe des Lebens und lernen es zu deuten. Ihr Rat wird kostbar und von anderen als Weisheit erfahren.

91–98: Zeit der Feinstofflichkeit. Sie „glänzen von innen“, ruhen in sich selbst, müssen weniger sagen und dürfen mehr sein.

98 und darüber: Zeit des großen Atems. Versöhnt existieren Sie zeitlos ganz im Hier und Jetzt.

Einzelheiten dazu in: Clarissa P. Estés, “Die Wolfsfrau”.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter

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Unordnung: So besiegen Sie die klassischen kleinen Ärgernisse

Donnerstag, März 3rd, 2011

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Unordnung: So besiegen Sie die klassischen kleinen Ärgernisse

Überall Klamotten

Warum liegen Jacken, Mützen, Handschuhe, Schals und andere Kleidungsstücke hingeworfen auf Sofas und Stühlen? Der Hauptgrund: Es gibt keinen klar definierten Aufbewahrungsort für diese Gegenstände. Oder er ist schlecht zu erreichen, zu voll oder einfach unpraktisch.

simplify-Tipp: Sorgen Sie dafür, dass Schubladen oder Schränke niemals bis zur Oberkante gefüllt sind. Gehen Sie die Aufbewahrungsmöbel durch und sortieren Sie alles aus, was nicht regelmäßig getragen wird. Lagern Sie Klamotten, die in eine andere Jahreszeit gehören, in einer Kiste in einem anderen Raum.

Statten Sie Schrank oder Garderobe mit ausreichend Kleiderbügeln aus – pro Kleidungsstück einen. Zwei Jacken übereinanderzuhängen, ist unpraktisch und sieht billig aus.

simplify-Tipp: Gönnen Sie sich stabile, neue Bügel, alle von einer Sorte. Viel Effekt für wenige Euro!

Schrauben Sie Haken oder Stangen in Ihre Schränke oder unter und neben die Garderobe. simplify-Grundregel: Was hängt, ist aufgeräumt. Führen Sie alle Benutzer in das neue System ein. Haben Sie Geduld. Es braucht ein paar Tage oder Wochen, bis sich alle (Sie selbst eingeschlossen) daran gewöhnt haben.

Überall Spielsachen

Jedes Spielzeug braucht eine Heimat. Im Kinderzimmer werden Regale oder Schrankraum benötigt, in dem die Jüngsten ihre Schätze lagern können – natürlich in einer Höhe, die sie auch erreichen können. Stellen Sie Kisten oder Körbe zur Verfügung, in denen kleine Teile sinnvoll zusammen untergebracht werden können.

simplify-Tipp: Im Baumarkt gibt es günstige Container, und wenn Sie schon einmal dort sind, kaufen Sie ausreichend Haken für Wand und Schranktüren, an denen Springseile, Handtaschen und vieles andere einen guten Aufbewahrungsort finden.

Zu viel Wäsche vor der Waschmaschine

Lassen Sie nicht zu viel zusammenkommen. Lieber einmal eine nicht ganz volle Trommel (schalten Sie auf „wenig Wasser“ oder „Kurzwäsche“) als wachsende Wäschegebirge! Führen Sie Regeln ein: Jedes Familienmitglied (ab 6 Jahren) bringt seine getragenen Sachen zur Waschmaschine, andernfalls werden sie nicht gewaschen.

Wenn Platz ist, stellen Sie 3 oder mehr Körbe für die verschiedenen Kategorien auf. Schulen Sie alle in Ihrer Familie, welche Sachen wie heiß gewaschen werden dürfen, welche Farben zusammengehören usw.

simplify-Tipp: Delegieren Sie so viel wie möglich. Jeder im Haushalt (ab ca. 10 Jahren) sollte die Waschmaschine bedienen können. Falls Sie einmal krank werden, ist es wichtig, dass Sie nicht der einzige Durchblicker beim Wäschewaschen sind!

Papier und Post auf dem Tisch

Hier hilft nur eins: Auch kleine Stapel mindestens 1-mal pro Tag abbauen, bevor daraus ein Papiermonster wird!

simplify-Tipp: Schauen Sie von der professionellen Büroorganisation ab: Installieren Sie für jedes Familienmitglied einen Eingangskorb, in dem jeder seine Post und für ihn bestimmte Infos oder Aufträge findet. Platzieren Sie unter diesem Postzentrum eine großzügig bemessene Altpapierkiste.

Beherzigen Sie eisern das Sofort- Prinzip: Ein Schreiben von der Schule, das eine Unterschrift benötigt, unterzeichnen Sie in derselben Minute, in der Sie es vom Kind erhalten. Ist etwas telefonisch zu erledigen, greifen Sie zum Hörer, ohne das Papier wieder aus der Hand zu legen.

Küchenschränke randvoll

Brotbackmaschine, Entsafter, Raclettegrill, Eierkocher und andere Geräte sind wunderbar, wenn sie regelmäßig benutzt werden. Wenn nicht, nehmen sie kostbaren Platz weg. Verschenken oder verkaufen Sie Geräte, die Sie 1 Jahr lang nicht mehr benutzt haben.

Heben Sie nicht zu viele wiederverwendbare Becher und Boxen auf. Es ist Unsinn, 30 ausgewaschene Jogurtbecher zu lagern, wenn Sie höchstens 2-mal pro Woche einen brauchen. Gehen Sie Ihren Bestand an Tupperware & Co. durch, in der Regel ist der Vorrat viel zu groß.

simplify-Tipp: Werfen Sie weg, was angekratzt, angeschmuggelt oder anderweitig beschädigt ist. Machen Sie sich klar: Jedes kaputte Teil fügt bei der Benutzung Ihnen und Ihren Gästen eine kleine seelische Verletzung zu. Japaner nennen so etwas muda: der winzige Sand im Getriebe, der Ihr Leben leise, aber dauerhaft zermürbt.

Inspizieren Sie die schwieriger zu erreichenden Regalböden Ihres Geschirrschranks. Meist schlummern dort Teile, die überhaupt nicht mehr benutzt werden. Geben Sie sie weg oder lagern Sie sie an weniger kostbaren Orten (Speisekammer, Wohnzimmerschrank).

simplify-Tipp: Halten Sie in einer Schublade praktische Gegenstände bereit, die oft in der Küche fehlen: eine gut funktionierende Schere, Klebeband, Filzschreiber zum Beschriften, Zange und Schraubenzieher zum schnellen Reparieren von wackligen Henkeln oder Schrankknöpfen.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter

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