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Visitenkarten-Knigge: Vorsicht, Falle! Wie Sie peinliche Fehler vermeiden

Donnerstag, Juli 14th, 2011

Visitenkarten-Knigge: Vorsicht, Falle! Wie Sie peinliche Fehler vermeiden  blog-visitenkarte-jock2.jpg

Wie das Handy ist die Visitenkarte nicht mehr aus dem modernen Leben wegzudenken. Dank der schmucken Kärtchen gehören abgerissene Papierschnipsel oder Bierdeckel mit unvollständigen Adressen der Vergangenheit an. Inzwischen sind Visitenkarten längst nicht mehr der Geschäftswelt vorbehalten, sondern begeistern auch Privatpersonen, zumal sie am heimischen PC selbst gedruckt werden können. Aber Vorsicht, die Wirkung Ihrer Karte kann sich leicht ins Gegenteil verkehren. Unsere simplify-Tipps helfen Ihnen, typische Fehler zu vermeiden.

Weniger ist mehr
Ihre Visitenkarte transportiert stets auch Ihr Image. 
Geschäftlich genutzte Visitenkarten tragen das Design Ihres Arbeitgebers, aber als Privatperson sollten Sie auf ausgefallene Logos oder ClipArt-Bilder verzichten. Gestalten Sie Ihre Karte dezent und unaufdringlich. Ihr Empfänger erwartet kein aufwendiges Kunstwerk, sondern möchte alle Informationen auf einen Blick finden. Faustregel: Wenn Sie selbst originell sind, darf Ihre Karte ruhig normal sein.  

Stoppen Sie die Informationsflut
Überlegen Sie, bei welchen Anlässen Sie Ihre Visitenkarte verteilen möchten. Welche Informationen braucht der Empfänger? Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse sind die Basics. Ihre Handynummer ist nur nützlich, wenn Sie unterwegs erreichbar sind und das auch sein wollen. Die Berufsbezeichnung unter Ihrem Namen sollte die Position in Ihrem Job beschreiben (Einkaufsleiter, Geschäftsführer, Oberstudienrat, Pfarrer …). Lange Aufzählungen (Sozialpädagoge MA, Redakteur, Autor und Ergotherapeut) wirken eher peinlich.

Nicht überladen
Beim Entwurf der Visitenkarten sind der Gestaltung leider kaum Grenzen gesetzt: Schriftarten und -größen, Kursiv- oder Fettdruck, Farben und grafische Spielereien. simplify-Rat: Bleiben Sie zurückhaltend und beschränken Sie sich auf 2 bis 3 Möglichkeiten. Die Adresse auf einer Visitenkarte muss gut lesbar sein – auch ohne Lesebrille. Wählen Sie eine Schriftgröße mit mindestens 8 Punkt. Eine einfache Karte im Querformat ist praktischer als kunstvolle Klappkarten oder originelle Hochformate. Die Größe ist nicht genormt, es hat sich aber das Kreditkartenformat 55 x 85 mm etabliert. Weichen Sie von dieser Größe nicht zu stark ab. Damit die Informationen auf einen Blick sichtbar sind, werden Visitenkarten fast nur noch einseitig bedruckt.

Schön anzufassen
Auch wenn Sie Ihren PC beherrschen und einen Superlaser haben – drucken Sie Ihre Visitenkarten lieber nicht selbst. Eine Karte aus der Druckerei wirkt seriöser. Übers Internet können Sie professionelle Produkte bequem, schnell und preiswert bestellen.  Eine schön gedruckte, aber zerknickte Visitenkarte kann Sie ganz schön Renommé kosten. Also: Bewahren Sie Ihre Karten geschützt auf, in einer Plastikhülle oder einem Futteral. Handschriftliche Änderungen auf der Visitenkarte, etwa nach einem Umzug, wirken zwar sparsam (eine wieder beliebter werdende Tugend), signalisieren aber auch: Auf Sie ist kein Verlass, offenbar wechseln Sie häufig Wohnung und Arbeitsstelle. Unverzichtbar: Bei Änderungen rasch neue Karten drucken lassen.

Geben und Nehmen
Der formvollendete Austausch der Visitenkarten gehört in Japan zum Alltag. Ein Japaner wird eine Visitenkarte immer genau studieren, da er auf einen Blick die gesellschaftliche Stellung seines Gegenüber erfährt und weiß, wie er sich zu verhalten hat. Bei uns werden Visitenkarten nicht unaufgefordert verteilt, sondern als Zeichen von „Lassen Sie uns in Kontakt bleiben“. Lernen Sie jedoch von den höflichen Japanern: Wenn Sie eine Visitenkarte erhalten, nicht achtlos beiseite legen, sondern aufmerksam betrachten und sorgfältig aufheben. Damit ehren Sie Ihr Gegenüber.

Ordnung ist fein
Wenn man Visitenkarten sucht, sind sie wie vom Erdboden verschluckt. Gewöhnen Sie sich an, Ihre Visitenkarten in einer kleinen Box aufzubewahren (evtl. mit alphabetischem Register). Vermerken Sie auf der Rückseite einige Stichpunkte über die Person – damit Sie den Sammler seltener Briefmarken nicht mit dem Dozenten Ihres letzten Computerkurses verwechseln.

von: simplify-Autorin Adelheid Fangrath

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter .

9 Tipps, mit denen Sie sich Ihr Leben erleichtern

Dienstag, Juli 5th, 2011

9 Tipps, mit denen Sie sich Ihr Leben erleichtern

Mikro-Management nennt man die Kunst, sich von den Details des Alltags nicht verrückt machen zu lassen. Hier 9 bewährte Tipps, mit denen Sie sich Zeit und Nerven sparen – und sich damit Momente der Ruhe und Gelassenheit gönnen können.

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1. Unverlierbar
Wenn Sie oft nach einem Kugelschreiber (oder einer Schere) suchen, dann nageln Sie mindestens 1 Exemplar buchstäblich fest: Befestigen Sie einen Kugelschreiber mit einem Band an der Pinnwand oder halten Sie ein extra großes und auffälliges Schreibgerät an einem besonderen Wandständer bereit. Wenn Ihre Schere immer wieder verschwindet, machen Sie sie mit einem langen Band an der Schublade fest.

2. Klare Sicht
Für Handwerkszubehör gibt es im Baumarkt Kleinteile-Boxen mit durchsichtigem Deckel. Sie sehen auf einen Blick, was drin ist, ohne beschriften zu müssen. Verwenden Sie solche Boxen für das typische Bürozubehör (Heftklammern, Reißnägel, Nadeln, Ersatzminen usw.). Am praktischsten ist so eine Box ohne Deckel in einer Schublade

3. Erleuchtung
Wenn Sie im Telefonbuch oder Postleitzahlenverzeichnis eine Nummer ausfindig gemacht haben, markieren Sie den Eintrag sofort mit einem Leuchtstift. Die Chance ist groß, dass Sie später noch einmal dieselbe Adresse suchen werden.

4. Anschlusstermin
Sie waren gerade beim Arzt und sollen in 4 Wochen wieder zur Kontrolle hin? Dann vereinbaren Sie den Termin sofort, bevor Sie die Arztpraxis verlassen. So sparen Sie sich nicht nur ein späteres Telefonat, sondern haben eine viel bessere Terminauswahl als bei einem späteren Anruf. Das Gleiche gilt für Termine bei Friseur, Gymnastik, Fußpflege etc. Sollte sich der langfristig vereinbarte Termin als ungünstig herausstellen, können Sie ein paar Tage vorher immer noch zum Telefon greifen und um eine Verschiebung bitten.

5. Weichenstellung
Wenn Sie einen Anruf erhalten, entscheiden Ihre ersten Worte darüber, ob das Gespräch kurz oder lang ausfallen wird. Wenn Sie wenig Zeit haben, stellen Sie sofort eine klare Frage: „Worum geht’s?“ – „Was kann ich für dich tun?“ Mit einer offenen Frage à la „Wie geht’s denn so?“ signalisieren Sie, dass Sie Muße für ein Schwätzchen haben. Funktioniert im beruflichen wie im privaten Bereich.

6. Mitdenken
Legen Sie Ihre Einkäufe im Supermarkt so auf das Band, dass die Seite mit dem Strichcode der Kassiererin zugewandt ist. Diese kleine Geste wissen gestresste Kassierer zu schätzen, und der Einkauf geht für alle Beteiligten schneller.

7. Online bestellen
Das geht nicht nur bei Fotos, Büchern, Bio-Kisten etc., die Ihnen in der Regel ins Haus geliefert werden, sondern auch bei vielen kulturellen Angeboten wie Konzert- oder Kinokarten. Manche öffentlichen Bibliotheken bieten inzwischen die Möglichkeit, Bücher online zu ordern. Sie werden per E-Mail benachrichtigt, wenn Ihre Lektüre abholbereit ist – besonders wertvoll für Berufstätige, denen es schwer fällt, sich nach den Öffnungszeiten zu richten.

8. Online einchecken
Bei Lufthansa, dba und anderen Fluggesellschaften können Sie per Internet nicht nur das Ticket bestellen, sondern (oft bereits am Vorabend) einchecken, sich so einen guten Platz sichern und die Bordkarte selbst ausdrucken. Alle Details stehen auf der Website der Fluggesellschaft unter Check-in.

9. Der letzte Drink
Bitten Sie im Restaurant um die Rechnung, wenn Sie Ihre letzte Bestellung aufgeben. Sie müssen nicht gleich aufstehen, wenn Sie bezahlt haben, sondern können in aller Ruhe sitzen bleiben und den Nachtisch oder das Getränk genießen. Möchten Sie aufbrechen, sind Sie nicht gezwungen, noch auf die Rechnung warten.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter

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Wie Sie es schaffen, dass Ihre Zeit und Ihre Aktivitäten stets zusammenpassen

Mittwoch, Juni 22nd, 2011

Wie Sie es schaffen, dass Ihre Zeit und Ihre Aktivitäten stets zusammenpassen

Es ist eine Kunst, Dinge so zu erledigen, dass dabei keine Hektik aufkommt. Wenn Sie diese Kunst nicht beherrschen, können schon harmloseste Aufgaben Panik auslösen: Sie befassen sich mehr mit Ihrer Zeitnot als mit dem eigentlichen Thema. Das ist nicht nur ungesund, sondern auch höchst uneffizient. Wenn Sie aber die Kunstfertigkeit erlernen, die Ihnen zur Verfügung stehende Zeit und Ihre Aktivitäten aufeinander abzustimmen, wird Ihre Arbeit Ihnen Energie und Vergnügen zuführen. Mit den folgenden Tipps der amerikanischen Beraterin Julie Donley sehen Sie, was zu tun ist. 

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Bremsen Sie die Hektik
Es gibt geschäftige, prall mit Verpflichtungen angefüllte Zeiten. Geschäftig heißt aber nicht produktiv. Sie können alle Hände voll zu tun haben, ohne Ihren Zielen einen Schritt näher zu kommen. Gerade wenn Sie Stress spüren und in die so genannte „operative Hektik“ verfallen, sollten Sie gegenüber den Anforderungen von außen besonders skeptisch werden: Ist dieser frisch an Sie herangetragene Termin wirklich notwendig? Lässt er sich verschieben oder am besten ganz streichen?  Bedenken Sie: In überreizter Stimmung ist Ihre Wahrnehmung für Wichtiges und Unwichtiges meist getrübt.
Halten Sie Ihre Prioritäten fest
Schreiben Sie auf, was Sie derzeit belastet und was getan werden muss, damit Sie wieder erleichtert sind. Tun Sie es wirklich. Nehmen Sie sich dafür Zeit. Es ist der beste Verwendungszweck für Ihre Zeit überhaupt. Schreiben Sie Ihre Liste, sobald Sie die Lektüre dieses Artikels beendet haben. Es gibt keine Prioritätenplanung ohne Papier! simplify-Tipp: Notieren Sie jede wichtige Aufgabe auf einen einzelnen Post-it-Zettel, dann können Sie die Reihenfolge leicht ändern.

Setzen Sie sich selbst auf Platz 1
Ihre Gesundheit, regelmäßige Bewegung, richtige Ernährung, ausreichend Schlaf und Zeit für Partnerschaft und Liebe sind wichtiger als alles andere. Wenn Sie nicht rundum gesund sind, verlieren alle anderen Prioritäten schlagartig ihren Wert.

„U“ nach oben!
Stellen Sie alle „netten kleinen Wünsche“ und alle Aktionen, die Sie gerne tun, an das Ende Ihrer Liste. Auf die vorderen Plätze gehören Aufgaben, die wichtig sind und aus verschiedensten Gründen immer wieder verschoben wurden. Meist, weil sie eine kleine Unannehmlichkeit enthalten. Wenn Sie das Unangenehme erledigt haben, machen die „netten kleinen“ Sachen doppelt so viel Freude.

Selbermachen zählt
Streichen Sie alle Aufgaben von Ihrer Liste, die nicht von Ihnen selbst ausgeführt werden können. Die Probleme anderer gehören auf die Prioritätenliste der betroffenen Person. „Bessere Schulnoten für Sven“ ist eine Aufgabe, für die Sven zuständig ist! Machen Sie ihm klar, dass Sie das Problem ihm überlassen und auf ihn vertrauen.

Lassen Sie sich helfen
Gibt es Punkte auf Ihrer Liste, bei deren Erledigung Sie die Mithilfe anderer in Anspruch nehmen können? Seien Sie bereit, Ihre Last mit anderen zu teilen. Zeigen Sie Ihrem Ehepartner Ihre Aufgabenliste – auch die Pflichten, für die Sie sich vielleicht schämen, dass Sie sie sich haben aufhalsen lassen. Ihre Arbeit fällt Ihnen leichter, wenn Sie wissen, dass Ihr Partner alle Ihre Aufgaben und Schwierigkeiten kennt.

Verankern Sie Prioritäten im Kalender
Versehen Sie jeden Punkt Ihrer Liste mit einem realistischen, aber klar definierten Datum (also nicht „nächstes Jahr“, sondern 31.7.2011). Prüfen Sie, welche Aufgabe vor einer bestimmten anderen erledigt sein muss.

Bestimmen Sie Gold, Silber und Bronze
Machen Sie sich 3 kleine Aufsteller, am besten in Goldgelb, Silbergrau und Bronzebraun, und schreiben Sie jeweils das Stichwort Ihrer 3 Top-Prioritäten darauf. Wählen Sie dabei nicht die 3 dringendsten, sondern die 3 wichtigsten Aufgaben (auf dem goldenen Schild steht also „meine Gesundheit“). Platzieren Sie diese 3 Schilder auf Ihrem Schreibtisch oder wo sonst Sie am häufigsten arbeiten.

Lieben Sie Ihre Priorität
Eliminieren Sie alle Unterbrechungen und Ablenkungen. Kein Telefon, keine E-Mails, keine Spaziergänge zur Kaffeemaschine, keine Schwätzchen auf dem Flur. Solange die Priorität unerledigt ist, stellen Sie sich vor, Sie wären ein einsamer Marathonläufer, ein Bergsteiger auf dem Weg zum Gipfel, ein Einhandsegler bei der Weltumseglung oder was immer Ihnen als Bild sympathisch ist.

Versprechen Sie wenig
Gewöhnen Sie sich an, beim Annehmen einer Aufgabe leicht tief- und beim Erledigen hochzustapeln: Liefern Sie etwas mehr als vereinbart, schneller als erwartet (aber nicht zu früh, sonst gelten Sie als unterbeschäftigt). Machen Sie das Setzen von Prioritäten zu Ihrer Königsdisziplin. Werden Sie ein Meister im Erledigen des Wichtigen und ein Stümper beim Ausführen des Unwichtigen. Niemals umgekehrt!

Wenn Sie mehr wissen wollen: Julie Donleys englischsprachige Website heißt www.nurturingyoursuccess.com

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter

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Dauerhaft aufgeräumt: So schaffen Sie Ordnung, die ordentlich bleibt

Dienstag, Juni 21st, 2011

Dauerhaft aufgeräumt: So schaffen Sie Ordnung, die ordentlich bleibt

Oft ist ja der Wille zum Organisieren einer chaotisch gewordenen Bürolandschaft vorhanden, aber der Glaube an die Nachhaltigkeit der Aktion fehlt: „Ich bekomme jeden Tag so viel Post, da wird’s bald wieder so zugemüllt sein wie jetzt.” Hier ein paar Tipps, mit denen Sie eine solide Dauerordnung in Ihrem Büro installieren.  

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Kippen Sie Ihren Schreibtisch um

Verwandeln Sie die waagerechten Haufen in senkrecht stehende Inhalte von Hängemappen. Verteilen Sie jedes Schriftstück, das auf Ihrer Arbeitsfläche liegt, entweder in die Hängeregistratur, in Ordner oder in den Papierkorb. Vergeben Sie viele Kategorien Der Hauptfehler überquellender Ordnungssysteme: Die Kategorien sind zu groß.

Eröffnen Sie statt „Familie” eine eigene Mappe für jedes Familienmitglied. Statt „Zeitungsausschnitte” besser „Lokalpolitik”, „Wirtschaft”, „BuchTipps”, „Praktische Ratschläge” usw. Haben Sie keine Scheu, ständig neue Hängemappen zu eröffnen. Halten Sie genügend Mappen bereit und beschriften Sie die Schilder von Hand (das geht am schnellsten). Sparen Sie sich die Mappe „Dringend!” Die Erfahrung zeigt: In so eine Mappe wird nicht mehr geguckt.

Bei dringenden Angelegenheiten hilft nur eins: erledigen! Nur wenn es aus triftigen Gründen nicht sofort geht, machen Sie daraus einen Eintrag in der To-do-Liste Ihres Zeitplaners und lagern die erforderlichen Unterlagen in der zugehörigen Mappe. Dadurch bilden sich bei Ihnen nicht mehr die „Unbedingt sofort!”-Stapel auf der Schreibtischplatte, mit denen Sie Ihre Arbeitsfreude vergiften.

Eliminieren Sie verführerische Abstellräume

Sammlernaturen kennen das: die ebene Fläche oben auf dem Drucker oder Scanner, der Platz unter dem Sessel, hinter der Tür, neben dem Schrank, der Besuchertisch, die kleine Trittleiter, der eigentlich grundsätzlich frei bleiben soll – alles ist früher oder später „nur mal eben” von Papierstapeln höchster Dringlichkeit belegt. Aufräumen allein hilft da wenig, weil diese Flächen bald wieder zum Dauerparkplatz von Schriftstücken werden.

Stellen Sie attraktive Container bereit

Investieren Sie großzügig in stabile Stehsammler, leere Ordner, Schubladensysteme und andere Ablagemöglichkeiten. Überlisten Sie sich selbst mit dem Lusteffekt: Menschen, die gerne eingehende Zeitschriftenartikel, Prospekte und andere (möglicherweise eines Tages benötigte) Papiere sammeln, ordnen diese auch gerne ein – wenn dafür ein verlockender Sammelplatz bereitsteht. Grundregel: kein einziger No-name-Container! Beschriften Sie jeden Ordner, Stehsammler und jede Schublade, sobald sich etwas darin befindet! Füllen Sie nie allen Platz aus. Halten Sie immer Reservecontainer bereit. Sobald auch nur ein Ordner überfüllt ist und Sie ein Stück Papier „irgendwo” zwischenlagern müssen, ist der alte Schlendrian wieder da!

Vermeiden Sie das 120%-Syndrom

Das schönste Designerregal sieht unordentlich aus, wenn Sie dort mehr unterbringen, als hineinpasst. Dagegen wirkt auch ein einfaches Bücherbord elegant, wenn es nur zu 80% gefüllt ist. Trennen Sie sich von der Vorstellung, allen Platz ausnutzen zu müssen. Dauerhafte Ordnung entsteht, wenn Sie bereits bei der Auslastung von 80% Maßnahmen zum Abspecken ergreifen.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter

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Geldgeheimnisse: Was machen die Reichen schlauer als andere?

Montag, Juni 20th, 2011

Geldgeheimnisse: Was machen die Reichen schlauer als andere?

Finanziell erfolgreiche Menschen nutzen das Gesetz der Ansammlung: Alles Große im Leben ist ein Zusammenspiel unzähliger kleiner Anstrengungen und Opfer – wie ein Schneeball, der Schneeflocke um Schneeflocke an sich bindet, bis er als kolossale Schneekugel ins Tal rauscht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diesen Effekt für Ihre persönliche finanzielle Situation sinnvoll nutzen können.

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Warum Zeit Geld ist

Die Basis für jeden finanziellen Erfolg ist Wissen, auf welchem Gebiet auch immer: Menschenkenntnis, Fachkompetenz, Organisationsqualitäten. Ihre gesammelten Kenntnisse setzen sich zusammen aus Tausenden kleinen Informations- und Erfahrungsschnipseln. Je mehr es sind, desto besser können sie sich untereinander vernetzen und zu tragfähigen Modellen entwickeln.

Rom wurde nicht an 1 Tag erbaut. Wissen erfordert Zeit: lesen, Menschen treffen, Medien sehen und hören, sich Gedanken machen. Hinter jedem kompetenten Experten, den Sie bewundern, steht eine lange Geschichte intensiver Auseinandersetzungen. Suchen Sie sich den Bereich, der Sie am meisten interessiert und motiviert. Lernen Sie, was Sie lernen müssen, um selbst zum Experten zu werden. Kompetenz stellt einen Wert dar, der sich immer auch finanziell niederschlagen wird.

Öffnen Sie dem Reichtum die Tür

Auch das größte Vermögen ist eine Ansammlung vieler kleiner Sparpakete – und eines dieser Pakete ist Ihre Ausgangsbasis. Das Geheimnis des Geldes: Sobald Sie es konsequent sammeln, entsteht neue Energie. Das Gesetz der Anziehung kann sich entfalten: Geld wirkt auf Geld wie ein Magnet.

Wer den Cent nicht ehrt, ist des Euros nicht wert. Finanziell erfolgreiche Menschen erzählen stets die gleiche Geschichte: Sobald sie angefangen hatten, Geld beiseite zu legen, kam mehr davon in ihr Leben. Die Höhe der ersten Beträge ist dabei zweitrangig. Beginnen Sie heute, den Grundstein für Ihr Vermögen zu legen. Nicht nur durch Sparen, sondern auch durch neue Einnahmequellen. Sehen Sie sich – wie viele US-Amerikaner – nach einem Zweit-Verdienst um. Nutzen Sie jede Gelegenheit, um die magnetische Anziehungskraft Ihrer Finanzen zu erhöhen.

Sammeln Sie die nötige Erfahrung

Die 3. Zutat des Erfolgs ist Erfahrung. Sie ist unbezahlbar, braucht ebenfalls Zeit – und den Mut, Fehler zu machen. Erfolgreiche Menschen haben auf ihrem Fachgebiet auch von diesem Rohstoff mehr als andere.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Viele Menschen brechen nicht aus ihrer Kuscheligkeit aus, weil sie Angst haben, zu scheitern. Aber wenn Sie sich nicht aus Ihrem Lehnsessel erheben, werden Sie nicht kompetent und aktiv genug werden, um zu verdienen, was Sie verdienen möchten. Lassen Sie nicht locker! Wenn Sie sinnlos Zeit vertrödeln, bringt Sie das von Ihrem Ziel weg, denn Wissen unterliegt dem Verfall und veraltet.

Alles zählt

Das ist der Schlüssel zum Gesetz der Anhäufung. Jedes Detail Ihres Wissens, Ihrer Arbeit und Ihrer Erfahrung zählt. Vertrauen Sie darauf, gerade wenn der Effekt nicht sofort spürbar ist. Es zählt nicht nur das, von dem Sie wollen, dass es zählt. Alles zählt – als Plus in Ihrer persönlichen Bilanz. „Warum sammeln? Ich lebe heute!“ sagen Nichtsparer. Halten Sie dem entgegen: „Ich lebe heute – und morgen!“

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Ihr Aktionsplan

1. Beginnen Sie damit, den Wissensbereich zu studieren, der Sie bei Ihrem Streben nach finanziellem Wachstum am meisten unterstützt. Genießen Sie, was Sie auf Ihrem Gebiet schon wissen, und lernen Sie Neues. Entwickeln Sie sich zum Experten.

2. Legen Sie gleichzeitig Geld beiseite. Bleiben Sie konsequent und lassen Sie von Ihren Ersparnissen die Finger. Suchen Sie nach Extra-Möglichkeiten, den Topf zu füllen.

3. Probieren Sie jeden Tag in Ihrem Bereich etwas Mutiges: Gehen Sie auch verrückt erscheinenden Ideen nach. Erarbeiten Sie sich langsam, aber sicher einen Erfahrungsschatz.

4. Geben Sie Ihrem und damit dem Wachstum Ihrer Finanzen die nötige Zeit. Es dauert Monate, Jahre, ja eigentlich ein ganzes Leben lang. Das macht nichts. Fangen Sie nur heute an. Und bleiben Sie täglich am Ball.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter

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Aufräumen mit Frühlingskraft – So bringen Sie Sonne in Ihr Durcheinander

Dienstag, Juni 14th, 2011

Aufräumen mit Frühlingskraft – So bringen Sie Sonne in Ihr Durcheinander

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Tagesaufgaben einrichten

Grundübel aller Menschen, die beim Entrümpeln scheitern: Sie haben sich zu viel vorgenommen. Grundidee aller Menschen, die viel schaffen: Sie tun jeden Tag einen kleinen Schritt. simplify-Methode: Widmen Sie jeden Tag 45 Minuten einer bestimmten Aufräumdisziplin. Stellen Sie einen Plan auf, der Ihren Gewohnheiten entspricht. Hier ein Beispiel:

Montag: Entrümpeln
Dienstag: Abstauben und Bäder putzen
Mittwoch: Staubsaugen, alle 12 Wochen stattdessen Fenster putzen
Donnerstag: Böden putzen
Freitag: Organisieren (Ablage,Wegwerfen, Recyceln)
Samstag: Wäsche waschen und bügeln
Sonntag: Dekorieren, Genießen

Gehen Sie jeweils durch die ganze Wohnung. Ist das Pensum an einem Tag nicht zu schaffen, wird der Rest auf die nächste Woche verschoben.

Verkaufen oder verschenken

Sammeln Sie alle Gegenstände, die Sie nicht benutzen, die aber noch in einwandfreiem Zustand sind. Beschließen Sie dann, welche Sie über eBay, Flohmarkt oder per Anschlag im Supermarkt verkaufen. Und welche Sie wem schenken können. Jeder unbenutzte Gegenstand ist eine seelische Belastung: Der Heimtrainer mahnt Sie, Fitnessübungen mit ihm zu machen. Die Videokamera klagt Sie an, dass Sie keine Erinnerungsfilme mehr drehen. Sind die Sachen aus dem Haus, ist dieser Druck von Ihnen genommen!

Gutes Werkzeug benutzen

Putzen und Organisieren machen nur Freude, wenn die Arbeit ohne Hindernisse vonstatten geht. simplify-Tipp: Investieren Sie in erstklassige Staubtücher (Mikrofaser), tragen Sie gute und bequeme Gummihandschuhe (beim 1. Loch wegwerfen!), bewahren Sie Besen etc. an einem festen Ort auf, besorgen Sie sich eine Profi-Putzschürze mit vielen Taschen für Ihr Handwerkszeug.

Rigoros entsorgen

simplify-Regel: Gerümpel ist alles, was Sie nicht benutzen und/oder nicht mögen. Gehen Sie in die Mitte jedes Raums und stellen Sie sich vor, Ihr Wohlgefühl würde sich wie rosa Nebel im ganzen Zimmer verbreiten. Wo bleibt dieses Wohlgefühl hängen, wo stößt es auf Hindernisse? Räumen Sie die entsprechenden Blockaden weg, schmeißen Sie sie fort – und genießen Sie die neu gewonnene Freiheit und Leichtigkeit.

Spaß haben

Sehen Sie Putzen und Aufräumen nicht als lästige Pflicht oder gar Strafe, sondern als eine Übung, sich gut zu fühlen – durch eine saubere, gut organisierte und glücklich machende Wohnumgebung. Unterstützen Sie Ihre Säuberungsaktion mit lebensfroher Musik, tanzen Sie mit dem Staubsauger. Führen Sie den Fensterwischer mit frechem Schwung! Setzen Sie sich Zeitlimits, stellen Sie kleine Aufräumrekorde auf. So bewahren Sie sich vor lustlosem Herumtrödeln. Beziehen Sie Ihre Familie mit ein. Geben Sie jedem eine Aufgabe und stellen Sie dabei nicht die saure Routine in den Vordergrund, sondern das wunderbare Endergebnis, das Sie am Schluss mit gegenseitigem Schulterklopfern feiern können. Singles können sich untereinander helfen: „Erst helf ’ ich dir und dann du mir.“

Ablenkungen ausschalten

So schön Begleitmusik beim Aufräumen ist, so störend kann ein laufender Fernseher sein: Am Ende finden Sie sich doch gemütlich glotzend auf dem Sofa, und die die Arbeit bleibt liegen. Gehen Sie während Ihrer Aufräumzeit nicht ans Telefon, sondern lassen Sie das den Anrufbeantworter machen. Wenn Sie Besuch bekommen, sagen Sie offen, dass Sie Ihre feste Aufräumprozedur durchziehen. Er oder sie darf gerne bleiben, wenn Sie dabei weiterarbeiten können.

Inhalte bedenken

Vergessen Sie nicht, auch in Schränken, Kisten, Schubladen usw. auszumisten und Ordnung zu schaffen. Die Regel lautet immer: alles ausleeren, Behälter putzen und nur wieder einräumen, was Sie wirklich benutzen und/oder lieben.

Fenster öffnen

Das tun manche viel zu selten: Machen Sie während Ihrer Säuberungsaktion die Fenster auf. Lassen Sie den Wintermief (und den Geruch der Putzmittel) raus und die Frühlingsluft rein, selbst wenn sie noch kalt oder mit Regen durchsetzt ist. Genießen Sie selbst, was Ihre Wohnung genießt: eine neue Jahreszeit!

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So kommen Sie als Paar mit unterschiedlichen Tagesrhythmen klar

Freitag, Juni 3rd, 2011

So kommen Sie als Paar mit unterschiedlichen Tagesrhythmen klar

Dass das Zusammenleben von Morgenmensch und Nacht- bzw. Abendmensch konfliktträchtig ist, wissen viele Paare aus eigener leidvoller Erfahrung. Der Morgenmensch möchte beim Frühstück schon anregende Diskussionen führen – und wird mit einsilbigen Antworten abgespeist. Der Abendmensch möchte nach den Spätnachrichten noch heißen Sex – und findet im Schlafzimmer einen bettwarmen Schläfer vor. Hier ein paar Anregungen für ein besseres Zusammenleben.

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Paar mit unterschiedlichen Tagesrhythmen

1. Unterschiede anerkennen

Niemand kann mitten in seinem persönlichen Tagestief aufmerksam und munter sein. Sie nicht und Ihr Partner/Ihre Partnerin auch nicht. Respektieren Sie, dass die Tagesleistungskurve Ihres Partners anders verläuft, und verabschieden Sie sich von unrealistischen Erwartungen.

simplify-Rat: Zeichnen Sie Ihre gefühlte Tagesleistungskurve auf, und bitten Sie Ihren Partner, das auch zu tun. Legen Sie beide Kurven nebeneinander, und finden Sie Ihre gemeinsamen „Hochs“. Legen Sie wichtige gemeinsame Aktionen (von Sex bis Kofferpacken für die Reise) in diese Tagesabschnitte, und führen Sie auch schwierige Gespräche zu diesen Zeiten.

2. Unterschiede ausleben

Der normale Alltag zwängt die meisten Menschen in ein eisernes Zeitkorsett: Kinder um 8 zur Schule, Verkehrsstau, unflexibler Arbeitsbeginn, Termindruck im Job.

simplify-Rat: Lassen Sie sich zumindest am Wochenende und im Urlaub kein Korsett anlegen. Vereinbaren Sie, dass der eine am Samstag, der andere am Sonntag seinen Rhythmus ausleben darf. Da kann der eine früh ins Bett, der andere lange ausschlafen. Das erfordert Opfer: Die klassische Samstags-Sex-Nacht oder das legendäre gemeinsame Sonntagsfrühstück bleiben da eventuell auf der Strecke. Ersetzen Sie alte Rituale durch neue: Kinder im Kino oder bei Oma, Eltern im Bett; Sonntagsausflug nur mit Papa; Kerzenschein-Dinner statt „petit déjeuner avec croissants“.

Besprechen Sie den Tagesablauf immer mit Uhrzeiten. Sonst hegt jeder Erwartungen, die seinem Rhythmus entsprechen: Der Nachtmensch glaubt, ein „Ausflug“ beginne gegen 11 Uhr, der Morgenmensch geht von einem Aufbruch um 7 Uhr aus.

3. Unterschiede lieben lernen

Sehen Sie unterschiedliche zeitliche Orientierungen nicht nur als Problem, sondern nutzen Sie sie aus: Der eine macht das Frühstück, der andere das Abendessen. Der eine setzt sich ans Steuer, wenn Sie im Morgengrauen in den Urlaub starten, der andere fährt spätabends, wenn Sie von einer Verabredung nach Hause zurückkehren.

simplify-Rat: Ärgern Sie sich nicht, dass der andere noch oder schon im Bett ist. Lernen Sie, „die Stunde für mich“ zu genießen, wenn Sie die Wohnung oder die Kinder für sich haben. Vermeiden Sie einseitige Zugeständnisse. Wenn Sie Ihren Partner ausschlafen lassen oder zu nächtlicher Stunde Ihren Teeny von einer Party abholen, haben Sie etwas gut – und das dürfen Sie auch einfordern.

4. Unterschiede ausgleichen

Erst wenn Sie Ihre unterschiedlichen Zeitgewohnheiten nicht mehr zu den ewigen Streitthemen, sondern zu Ihren jeweiligen Eigenschaften zählen, können Sie sich daranmachen, die angeblich unveränderbaren Gegebenheiten zu ändern.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher
 

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter

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Ein Satz, der Ihre Partnerschaft revolutionieren kann

Freitag, Mai 20th, 2011

Ein Satz, der Ihre Partnerschaft revolutionieren kann

Die 4 wichtigsten Wörter in der Partnerschaft

„Du kannst nichts dafür.“ Das sind die magischen Worte, mit denen eine Frau jeden Mann beruhigen kann. Frauen machen ihren Gefühlen gerne Luft. Bei ihrem Partner kommt das sehr häufig als Vorwurf an, auch wenn sie das gar nicht wollten. Der amerikanische Bestseller-Psychologe John Gray („Venus und Mars“) schlägt Frauen daher vor, dass sie immer wieder einmal innehalten und ihrem Mann das Zuhören erleichtern sollten, indem sie sagen: „Ich bin froh, dass du mir zuhörst. Wenn es sich für dich manchmal so anhört, als ob ich dich beschuldige, ist das nicht so gemeint. Du kannst nichts dafür.“ Natürlich können Sie Ihren Mann nur dann damit beruhigen, wenn Sie es tatsächlich nicht als Vorwurf gemeint haben.

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Du kannst nichts dafür

Wie Sie mit echten Vorwürfen umgehen sollten

Haben Sie jedoch echte Aggressionen gegenüber Ihrem Partner, sollten Sie das lieber mit jemand anderes besprechen, über den Sie sich nicht ärgern und der Ihnen den nötigen Beistand geben kann. Hilfreich ist es auch, wenn Sie Ihre Gefühle in einem Tagebuch niederschreiben. Gehen Sie auf Ihren Partner erst wieder zu, wenn Sie Ihr Gleichgewicht wiedergefunden haben und sich „liebevoller“ fühlen.

Entdecken Sie Ihr Gefühls-Sandwich

Emotionen sind stets vielschichtig: Ärger und Angst, Liebe und Trauer, Kummer und Begehren überlagern sich. Eine Frau ist über einen Fehler ihres Mannes zornig, weil dieser ihr nicht gleichgültig ist: Das ist die Prise Liebe, die auch im wildesten Wutausbruch steckt. In jeder Aggression ist die Angst enthalten, den anderen zu verlieren. Meist sind Sie sich nur einer dieser aufeinander geschichteten Emotionen bewusst, aber die anderen sind trotzdem vorhanden. Gefühlsprobleme lassen sich viel leichter lösen, wenn Sie es schaffen, die Vielfalt Ihrer Emotionen zu erkennen und auszudrücken. Was unausgesprochen bleibt, wird ins Unterbewusste verdrängt und kann zu einem beschwerlichen Gepäck werden, das alle Beteiligten belastet.

Werden Sie sensibel, aber nicht empfindlich

Als Frau können Sie lernen, sensibel für solche möglichen Missverständnisse Ihres Partners zu werden. Als Mann können Sie sich ebenso darin üben, gefühlsmäßige Äußerungen Ihrer Partnerin nicht als Angriff zu verstehen.

Zähmen Sie Ihr Bedürfnis, ihn zu ändern

Für einen Mann bedeutet wahre Liebe, die geliebte Partnerin nicht verändern zu wollen. Findet ein Mann die Richtige, schenkt er ihr sein Herz und liebt diese Frau so, wie sie ist. Ein Mann erwartet dasselbe von ihr. Sie verhält sich aber häufig nicht diesen Wünschen entsprechend: Wenn eine Frau auf der Suche nach einem Partner ist, sieht sie sich auch nach einem Mann um, den sie liebt. Anders als ihr Partner akzeptiert sie ihn aber oft nicht so, wie er ist. Sie versucht vielmehr, ihn – ihren persönlichen Vorlieben entsprechend – zu ändern. Das ist ihre Art von Liebe: Sie ist begeistert von den Möglichkeiten, die noch in ihm stecken. Dabei stellt sie sich auf den Standpunkt: Wenn ich ihm nur all meine Liebe schenke – dann wird er noch viel wunderbarer werden als jetzt. Als Frau können Sie lernen, damit umzugehen. Sie können sich darin üben, ihr Bedürfnis, ihn zu ändern, zu zügeln. Nehmen Sie es als Mann gelassen hin, dass eine Frau immer wieder einmal von dem Verlangen gepackt wird, Sie verändern zu wollen.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter.

Glückspilz-Training: Einfache Strategien für ein glücklicheres Leben

Montag, Mai 16th, 2011

Glückspilz-Training: Einfache Strategien für ein glücklicheres Leben

Per Zeitungsannonce suchte der britische Psychologe Richard Wiseman Pechvögel und Glückspilze, lud sie in sein Testlabor ein und ließ sie die Bilder in einer Zeitschrift zählen. Mitten in dem Magazin aber stand in großen Buchstaben: „Hören Sie auf zu zählen. Sagen Sie dem Versuchsleiter, dass Sie diesen Satz gefunden haben und kassieren Sie 100 Pfund.“ Von denen, die sich für Glückspilze hielten, entdeckten viele die Botschaft. Die selbsternannten Pechvögel sahen die Glücksnachricht bis auf wenige Ausnahmen nicht. Mit diesem und anderen Experimenten hat Wiseman herausgefunden, wie auch angeblich vom Unglück verfolgte Menschen ihr Glück finden können.

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Maximieren Sie Ihre Zufalls-Chancen

Vielleicht haben Sie in Ihrem Bekanntenkreis jemanden, der häufig in Preisausschreiben gewinnt. Fragen Sie ihn, wie oft er an solchen Preisrätseln teilnimmt – mit Sicherheit sehr viel öfter als Sie! Das ist noch ein eher harmloses Beispiel. Erfolgreiche Menschen sind meist extrovertiert, unterhalten sich häufig mit anderen und geben viel von sich preis.

simplify-Technik: Knüpfen Sie ein „Glücks-Netz“ und pflegen Sie Ihre Kontakte. Stellen Sie zu möglichst vielen Menschen solide, langfristige Bindungen her. Dass Sie auf einer Party von einem wildfremden Talentsucher entdeckt werden, ist unwahrscheinlich. Derjenige, der Ihnen eines Tages zu Ihrem Traumberuf verhelfen kann, ist immer jemand, den Sie schon länger kennen (bei dem Wort „Traumberuf“ ungläubig abzuwinken ist übrigens typisches Pechvogel-Verhalten).

Bleiben Sie offen für Überraschungen

Sie erkennen mögliche Chancen besser, wenn Sie locker bleiben und nicht zu verbissen an Ihren Zielen festhalten. Glückspilze berichten immer wieder, wie sie die entscheidende Gelegenheit zufällig am schwarzen Brett entdeckten oder im Internet darauf stießen.

simplify-Technik: Erinnern Sie sich an eine verpasste Chance. Drehen Sie in Gedanken die Uhr zurück und malen Sie sich den Verlauf der Szene anders aus. Sie werden sehen: So groß ist der Unterschied gar nicht. Neugier, Gelassenheit und Mut sind wichtige Zutaten Ihrer möglichen Karriere als Glückspilz.

Vertrauen Sie Ihrer Intuition

Wagen Sie es, Entschlüsse „aus dem Bauch heraus“ zu treffen. Erinnern Sie sich an eine schlimme falsche Entscheidung. Meist hatten Sie damals spontan den richtigen Riecher, ließen sich aber durch Nachdenken oder Überredung zu einem Fehler verleiten. Lernen Sie daraus. Sagen Sie jetzt zu der inneren Stimme Ihres Unbewussten: „Danke. Das nächste Mal höre ich auf dich!“

simplify-Technik: Stellen Sie sich bei kniffligen Entscheidungen einen weisen alten Mann (oder eine weise Frau) vor und halten Sie ein vertrauliches Zwiegespräch. Auf den Rat des/der Alten können Sie sich verlassen!

Rechnen Sie mit einer guten Zukunft

Gegen diesen Rat verstößt Deutschland zurzeit kollektiv. Lassen Sie sich nicht anstecken, sondern machen Sie sich klar: Jede Wahrnehmung ist selektiv, jede Analyse und jede Prognose erfassen stets nur einen Ausschnitt. Trennen Sie deutlich: Wissen Sie aus eigener Empfindung, dass es Ihnen schlechter geht, oder beruhen diese Empfindungen auf den Meldungen der Medien? Hüten Sie sich vor den sich selbst erfüllenden Prophezeiungen. Zufriedenheit ist – völlig unabhängig von Geld – auch im wirtschaftlichen Niedergang möglich.

simplify-Technik: Rechnen Sie nicht in relativen Zahlen („Ich kann mir nur halb so viel leisten wie mein Nachbar“), sondern in absoluten („Ich leiste mir einen Wein für 15 €“). Glückspilze, so Wiseman, vergleichen nicht, sondern genießen.

Verwandeln Sie Unglück in Glück

Auch die größte Katastrophe enthält ein Quäntchen Glück, so wie jede Idylle etwas Negatives enthält. „Das Beste daraus zu machen“ ist die herausragende Fähigkeit der Glücksmenschen.

simplify-Technik: Üben Sie diese Sichtweise in harmlosen Situationen. Beispiel: Sie haben sich im Supermarkt an die langsamste Warteschlange angestellt – dann unterhalten Sie sich freundlich mit der Person vor oder hinter sich. Sagen Sie sich, dass dieses Gespräch nur möglich wurde durch Ihr Pech, in der „falschen“ Reihe zu stehen.

Grübeln Sie nicht über vergangenes Pech

Leichter gesagt als getan! Wenn Ihre Gedanken zurückschweifen („Hätte ich doch damals bloß nicht …“), dann zwingen Sie sich aber wenigstens dazu, aus dem damals passierten Fehler zu lernen. Formulieren Sie „goldene Sätze“ für sich, was Sie in Zukunft in einer ähnlichen Situation tun werden. Beugen Sie zukünftigem Pech aktiv und bewusst vor.

simplify-Technik: Denken Sie an die berühmte Geschichte des IBM-Managers, dessen Unternehmen durch seine falsche Entscheidung 2 Millionen Dollar verlor. Er ging zum Chef und bat um seine Entlassung. Der rief: „Sind Sie wahnsinnig? Gerade haben wir 2 Millionen Dollar in Ihre Ausbildung investiert!“

Wenn Sie intensiver einsteigen wollen: Richard Wiseman, “So machen Sie Ihr Glück”.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter

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Die 4 apokalyptischen Reiter in Ihrer Beziehung – Und wie Sie sie vertreiben

Freitag, Mai 13th, 2011

Die 4 apokalyptischen Reiter in Ihrer Beziehung – Und wie Sie sie vertreiben

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Positive Partnerwahrnehmung

Nach John Gottman sabotieren die „4 apokalyptischen Reiter“ Ihre positive Partnerwahrnehmung und gehören zu den größten Risikofaktoren einer Beziehung. Im schlimmsten Fall bringen sie ihr den Tod.

1. Reiter: Kritik Herumnörgeln, Schuldzuweisungen und Anklagen, die über den konkreten Anlass hinaus den Partner persönlich treffen und ihn pauschal abwerten: „Du bist immer so geizig“, „Du hast nie Zeit“. Diese Strategie wird am meisten von Frauen eingesetzt, ohne dass sie ahnen, wie sehr sie damit ihrem Partner das Vertrauen entziehen.2. Reiter: VerachtungEs beginnt damit, dass die Bewunderung für den anderen (die dazu geführt hat, dass sich beide ineinander verliebt haben) verschwindet. Abschätzige Bemerkungen, subtiler Sarkasmus, bewusstes Verletzen, Beleidigungen und generelle Verurteilung des Partners: „Von einem Versager wie dir kann man ja nichts anderes erwarten.“

3. Reiter: Abwehr

Am Anfang einer Beziehung lässt man sich vom anderen gern einmal etwas sagen. Später lässt das nach. Man rechtfertigt sich, verleugnet den eigenen Anteil an Konflikten. Motto: Ich bin das Opfer, du bist der Täter, und deshalb muss ich zum Gegenangriff blasen. „Das Problem liegt bei dir und nicht bei mir.“

4. Reiter: Mauern

Abblocken und Nichtreagieren bis hin zur Gleichgültigkeit und Kälte, dann völliger Rückzug. In 85 % der Fälle ist es der Mann, der die Schotten dicht macht, den Raum verlässt oder scheinbar emotionslos verstummt. Dieses Verhalten wird von Frauen als äußerst verletzend empfunden.

Auch glückliche Paare kennen die 4 apokalyptischen Reiter. Sie sind aber fähig, deren dauerhaften Einzug zu verhindern. Lernen Sie von ihnen die beiden wirksamsten Waffen:

Rechtzeitiges Einlenken

In jeder Ehe wird mal genörgelt, verachtet, verleugnet und gemauert. Aber es werden auch immer Friedensangebote gemacht: „Ich liebe dich doch“, „Ich bin so froh, dass ich dich habe“. In schlechten Ehen werden diese Friedensangebote nicht wahrgenommen. Eine Studie ergab, dass bei später geschiedenen Paaren 82 % der Männer die Brückenschläge ihrer Frau ignorierten. 50 % der Frauen übergingen die ihres Mannes. In guten Beziehungen lag die Quote bei nur 19 % (Männer) und 14 % (Frauen). simplify-Regel: Erhöhen Sie Ihre positiven Botschaften um das 4-Fache und gehen Sie auf jedes positive Signal des Partners ein.

Guter Blick zurück

94 % der Paare, die ihre gemeinsame Vergangenheit spontan positiv beschreiben, erwartet auch eine glückliche Zukunft. Unglückliche Paare konzentrieren sich auf die Fehler des Partners und erinnern sich nicht mehr an die glücklichen Phasen ihrer Beziehung. simplify-Regel: Bewahren Sie so viele positive Details Ihrer Liebesgeschichte wie möglich. Schreiben Sie sie auf, eventuell auch gemeinsam. Fügen Sie regelmäßig neue glückliche Momente hinzu.

Soforthilfe für Männer

Nehmen Sie den Ärger Ihrer Frau ernst. Vermeiden Sie Konflikte nicht, sondern stellen Sie sich dem Problem. Beurteilen Sie nicht die Gefühle Ihrer Frau („Du bist zu empfindlich“), sondern respektieren Sie sie. Frauen weisen auf Probleme hin, um sie gemeinsam zu lösen. Kritik heißt für sie: Lass uns etwas für die Beziehung tun. Gottmans Studien ergaben, dass eine gute Ehe mehr vom Ehemann abhängt. Sein Wir-Gefühl, seine gezeigte Zuneigung, seine Gesprächsbereitschaft und sein Bild der gemeinsamen Geschichte sind entscheidend. Tun Sie etwas für sie aus Liebe.

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Jeden Tag arbeite ich daran. Mehr oder weniger unzulänglich!

Soforthilfe für Frauen

Bringen Sie Ihre Beschwerden freundlich vor. Nageln Sie Ihren Mann nicht als den Schuldigen fest. Setzen Sie ihn nicht unter Druck. Hüten Sie sich vor unsachlichen Vorwürfen, die mit „Du“ anfangen, sie verletzen schnell die Persönlichkeit Ihres Mannes. Benutzen Sie nicht Wörter wie „nie“ oder „immer“. Zeigen Sie ihm Ihre Liebe.

Autor: Werner Tiki Küstenmacher

Mit freundlicher Genehmigung des Orgenda Verlag. Quelle: simplify-Newsletter

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