Nur eine schnelle Unterschrift für die Arbeitsagentur?

blog-vor-buerotuer.jpgVor fünf Minuten hat es geläutet. Vor der Tür stand ein südländischer Typ in Sakko, Hemd, Hose. Eigentlich eine gepflegte Erscheinung. Bis auf seine fehlende Rasur. Ich öffnete und ohne eine Begrüßung seinerseits, entspann sich genau folgender Dialog:

Ich: “Guten Tag.”

Er: “Du haben Arbeit?”

Ich: “Sind Sie Maler?”

Er: “Nein. Ich Helfer.”

Ich: “Wir benötigen keine Helfer.”

Er (zieht ein Stück Papier aus der Tasche): “Du mir unterschreiben!”

Ich: “Ich unterschreibe nichts. Auf wiedersehen.”

Und schloss die Tür. Nicht ohne mir noch zwar unverständliches, aber vom Tonfall her unfreundliches Gebrabbel anhören zu müssen.

Auf mich machte das nicht den Eindruck einer Arbeitssuche. Eher kam mir das vor, wie ein Ausflug durch das hiesige Industriegebiet. Um überall zu läuten, um so ziemlich schnell viele Unterschriften als angeblichen Bewerbungsnachweis einzusammeln.

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One Response to “Nur eine schnelle Unterschrift für die Arbeitsagentur?”

  1. Und andere Bewerber aus ganzen Herzen, schreiben sich das Herzblut aus den Fingern, oder so ähnlich.

    Und kommen sich wie Don Quixote vor.

    Ungerecht, das Leben.

    Solche Beispiele »Du mir unterschreiben!« – Typen kriegen wohl Ihren vollen HARTz IV Satz,

    unsereiner dagegen -»

    In unserer sogenannten Bedarfsgemeinschaft lohnt es nicht von HARTz Geld zu leben, großzügig 70€ pro Monat bewilligt, der ganze demütigende Aufwand lohnt sich nicht.

    Da setze ich mich lieber in ALG0, suche nach jeder gescheiterten Arbeit, ganz durchamerikanisiert schnell nen neuen Job. Der aber passen muß.
    Ausführlicher in meinen blog: