Ausschreibung von Malerarbeiten: Typisch für Generalunternehmer

Seit vielen Jahren habe ich mich auf Privatkunden der Zielgruppe 60plus spezialisiert. Das war nicht immer so. Aus der Vorgängerzeit kenne ich die Praktiken von Architekten und Generalunternehmern zur Genüge.

Heute habe ich eine typische Ausschreibung – per Email – für ein Bauvorhaben von einem Generalunternehmer erhalten. Wie ich das von früher her kenne:

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Bei einer über 10-seitigen Ausschreibung und Plänen, die gezipt schon 12 MB (!) haben, soll das Angebot bis spätestens zum kommenden Dienstag, 23.11., abgegeben werden. Typischer Weise ist der Abgabetermin - bis spätestens zum 23.11.2010 – fett unterlegt. 

Warum typischer Weise? Weil diese viel zu kurze Bearbeitungszeit für das unmfangreiche Bauvorhaben einen enormen Aufwand bedeutet. Verantwortlich dafür ist die Desorganisation des ausschreibenden Unternehmens. Im Dezember sollen die Arbeiten nämlich schon begonnen werden.

Entsprechend – so meine jahrzehntelange Erfahrung – ist auch später die Abwicklung auf der Baustelle. Da stimmen keine Termine, man kann nicht richtig rationell arbeiten und und und…

Und das, obwohl man natürlich bei der Kalkulation von stimmigen Terminen und einwandfreien Arbeitsbedingungen ausgehen muss und so einen “scharfen” Preis kalkuliert. Die schlechte bauseitige Abwicklung, schlägt sich direkt in einem miesen Ergebnis nieder.

Deshalb bin ich sehr froh, dieses Kapitel schon lange hinter mir gelassen zu haben und auf derartige Ausschreibungen nicht mehr angewiesen zu sein.

Hier meine Antwort auf die Ausschreibung.

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3 Responses to “Ausschreibung von Malerarbeiten: Typisch für Generalunternehmer”

  1. d.schönenberg sagt:

    Der grösste GU Deutschlands ist es schuld das das Unternehmen in dem ich beschäftigt bin die Insolvenz angemeldet hat, es waren mal über hundert Arbeitsplätze…

    Grüsse aus Köln

  2. Radovin Zips sagt:

    Wieso holen die sich erst den Auftrag und suchen dann nach ausführenden Firmen? Um einen Auftrag zu bekommen, liegt doch vorher der Preis fest. Da sollen wohl mal wieder den letzten die Hunde beißen. Im Transportbereich läuft das auch nicht anders. Fahren um jeden (diktierten) Preis, und wenn es in die totale Pleite ist. Meine Zielgruppe war von daher immer die Privatperson, die gute und ehrliche Arbeit zu schätzen weiß und auch dementsprechend honoriert.