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September 2010
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Archive für 24.9.2010

Auch noch nie erlebt: Eine Ausschreibung, in der 25 Dübel aus der Wand entfernt werden sollen

Es gibt schon “Spezialisten” und als Unternehmer erlebt man immer wieder Neues.

Am vergangenen Freitagabend war ein Anruf auf dem Anrufbeantworter. Jemand wollte mit mir über die Ausschreibung (!) für eine Wohnung Tapeten entfernen reden. Der Anrufer hat seine Telefonnummer angegeben und bat um Rückruf.

 

Es ging wirklich nur um das Entfernen von Tapeten. Leider habe ich den Herrn telefonisch nicht erreicht. So habe ich ihm am Montag dieser Woche ein Angebot durchgefaxt, nachdem wir solche Arbeiten nur auf Stundennachweis durchführen.

 

Habe noch im Telefonbuch nachgesehen, was der gute Mann von Beruf ist. Getippt hatte ich auf Lehrer. War aber falsch. Der ausschreibende Anrufer ist Ingenieur. Der Stimme nach im fortgeschrittenen Alter.

 

Obwohl der Herr Ingenieur schon eine schriftliche Antwort von mir hatte, erhielt ich heute mit der Post seine Ingenieurausschreibung. Diese Ausschreibung hat er sicherlich noch an eine ganze Reihe von Malerfirmen geschickt. Es geht schließlich um einen „Großauftrag“!

 

Unter anderem hat er auch das Entfernen von 25 Dübeln (!!) ausgeschrieben. Er ist halt Ingenieur.

 

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Das ist jetzt die Abteilung, bei der ich unternehmerisch entscheide, die „Ausschreibung“ in dieser Art und Weise nicht auszuführen.

 

Um den Aufwand beurteilen zu können, müsste ich – einen Weg – 30 Minuten Fahrzeit auf mich nehmen. Dazu kommt dann noch die Besprechungszeit mit dem Herrn Ingenieur und die Rückfahrt. Ca . 1,5 Stunden wären also insgesamt notwendig. 

 

Vor Ort könnte ich zwar erfahren, was mit den Wänden denn passiert, wenn die Tapeten entfernt sind. Vielleicht steht eine weitere Renovierung der Wohnung an? Eher unwahrscheinlich, denn dann hätte das der Herr Ingenieur sicher ebenfalls ausgeschrieben.

 

Da ich eine Entscheidung treffen muss, habe ich unternehmerisch entschieden, erneut mit dem gleichen Angebotsbrief zu antworten, den ich dem Herrn Ingenieur schon vor einer Woche gefaxt habe.

 

In anderen Fällen hat mir mein Bauchgefühl schon gesagt: Ruf doch mal an. Dann wurde oft ein guter Auftrag daraus. Mein Unternehmer-Bauch rät mir hier davon ab.

 

blog-tapetenabmachen2.jpg

 

In diesem Fall sagt mir meine unternehmerische Erfahrung und auch mein Bauchgefühl, dass dieser „Auftrag“ nur Probleme und Diskussionen heraufbeschwört. Natürlich kann die Entscheidung auch falsch gewesen sein.

 

Tröstlich dabei ist: Ich werde es nie erfahren und mir deshalb darüber auch keinen Kopf machen.

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Eine Frau regt sich tierisch über meinen Geburtstagsglückwunsch auf

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Auch das gibt es! Eine Frau ruft heute ganz erbost an und beschwert sich über meinen gereimten Geburtstagsglückwunsch. Sie hätte sich sowas von geärgert und wo wir überhaupt die Adresse her hätten?

Meine Sekretärin antwortete: “Aus der Zeitung, wo Ihnen mit Anschrift zum Geburtstag gratuliert wurde.” Die Dame wurde nicht mehr fertig sich zu beschweren und sich über die Gratulation zum Geburtstag aufzuregen.
 
Die Dame fragte noch, warum ich ihr überhaupt zu ihrem Geburtstag gratuliere. “Weil Herr Deck anderen Menschen gerne eine Freude bereitet”, antwortete Frau Vogelmann, meine Sekretärin, wahrheitsgemäß.
 
Frau Vogelmann hat der Anruferin versprochen, dass wir ihr künftig nicht mehr zum Geburtstag gratulieren. Angenervt und noch immer erbost, beendete die Dame das Telefongespräch. Warum sie eigentlich sich so aufgregt hat, blieb ihr Geheimnis.
 
Sachen gibt´s also, die gibt´s gar nicht. Da will man jemandem eine Freude bereiten und diese Person regt sich darüber tierisch auf.

Glücklicher Weise reagieren 99,99% der Empfänger der Glückwünsche sehr positiv.

Handwerkerauto: Kein Name, aber große Telefonnummer!

Gestern gesehen: Wenn soll der geneigte Betrachter denn anrufen?

Name? Fehlanzeige!

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 Erst die Seitenansicht offenbart etwas mehr. In erster Linie aber viel Text. Und die Telefonnummer und die PLZ mit der Stadtangabe sind am größten und fett geschrieben und fallen deshalb sofort ins Auge. Und der Firmenname?

Den muss man schon suchen. Jedenfalls kann dieser klein und unscheinbar geschriebene Firmennamen, auf dem vorbeifahrenden Auto, vom Betrachter nicht wahrgenommen werden. Schade, welche Chancen hier vertan werden. 

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Wertschätzender Dank an meine Mitarbeiter/innen

Kommt in alle Haushalte. Karlsruher Kurier, mit einer Auflage von ca. 390.000 Exemplaren, auflagenstärkstes Anzeigenblatt und gleichzeitig offizielles Amtsblatt für Karlsruhe.

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Hier erscheint heute erneut mein wertschätzender Dank an meine Mitarbeiter/innen. Zuvor, in dieser Woche, schon zwei Mal in der auflagenstarken Tageszeitung BNN.

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Überraschung am Abend. Ich erhalte 30% von $ 19,500,000.00

Email von gestern Abend.

Oh, wie schön. Ich nenne Herrn Song Li

  • Vollständigen Namen
  • Private Rufnummer
  • Aktuelle Wohnadresse

und erhalte dafür 30% von $ 19,500,000.00. Ein tolles Geschäft.

Gibt es denn tatsächlich noch  jemanden, der auf so etwas reagiert?

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