In diesem Fahrstuhl will ich nicht stecken bleiben!

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Heute bei einem Kundentermin, Mehrfamilienhaus. Gehe ins Treppenhaus und steuere auf den Fahrstuhl zu. Dabei fällt mir ein etwas mehr als briefmarkengroßes Schildchen direkt neben dem Fahrstuhl auf.

Der Text ist noch dazu in einer Minischriftgröße, so dass man zum Lesen sehr nah ran gehen muss. Erstaunliches offenbart sich, hat man sich dieser Mühe unterzogen.

Es sind die Verhaltensanweisungen beim Steckenbleiben des Fahrstuhls, vor allem aber die Notruftelefonnummern, wenn auch unvollständig.

Warum vor und nicht im Fahrstuhl? Im Fahrstuhl selbst ist nur der Hinweis, den Alarmknopf zu drücken, sonst nichts!  Das ist der Hammer, finde ich.

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Ist das nicht putzig? Da steht: “…nennen wir Ihnen die Telefonnummern, damit Sie befreit werden.” Vor und nicht im Aufzug!?? Wenn ich festsitze, wie komme ich dann an die Nummern? Das ist ja der Knaller schlechthin.

Und beim Hausmeister Meller steht keine Telefonnummer, sondern nur “im Hause”! Also brauche ich zusätzlich noch ein Telefonbuch. Hier waren und sind echte Vollpfosten am Werk.  

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Was ich mich bei solchen Gelegenheiten immer frage ist: Warum fällt nur mir das auf? Den Hausbewohnern ist das offensichtlich noch nicht aufgefallen. Denn das Schildchen vor dem Aufzug macht einen durchaus schon älteren Eindruck und ist nicht erst gestern aufgehängt worden.

Wohnte ich in diesem Haus, hätte ich die Hausverwaltung schon lange veranlasst, das Schildchen in den Fahrstuhl zu hängen, wo es schließlich zwingend hin gehört. Da kann ich mich nur wundern.

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3 Responses to “In diesem Fahrstuhl will ich nicht stecken bleiben!”

  1. Stefan Blohm sagt:

    Nun, die Erklärung ist einfach. Als der Fahrstuhl gebaut wurde, gab es noch keine Mobiltelefone und hätte es damals schon Blogger gegeben, hätten die sich vielleicht darüber lustig gemacht, daß die Telefonnummern IM Fahrstuhl sind :)

    Die Nummern stehen auch deshalb draußen, damit ein Dritter den Notruf verständigen kann; denn der Notrufknopf dafür ist ja drinnen, oder?

    Übrigens dürfte es auch mit einem Handy oft schwierig sein, innerhalb eines Fahrstuhls eine brauchbare Funkverbindung auzubauen.

    Beste Grüße aus dem Norden
    Stefan Blohm

  2. Werner Deck sagt:

    @Stefan Blohm

    Das ist wieder einmal ein typisches Beispiel dafür, dass man (ICH!) andere denkbare Möglichkeiten gar nicht erst in Betracht zieht, sondern sofort endgültig urteilt.

    Vielen Dank für die Erklärung Ihre Augenöffnung :-) .