Mit Pünktlichkeit punkten • 60 plus legt größten Wert auf Pünktlichkeit

„Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige“, kennen Sie das Sprichwort? Das heißt: Wer den anderen achtet, sollte nicht zu spät kommen – selbst, wenn er in der Hierarchie weiter oben steht. Und tatsächlich: Vieles mag sich ja im Laufe der Jahrzehnte geändert haben, Pünktlichkeit ist den Deutschen aber nach wie vor sehr wichtig. Dies hat eine Emnid Umfrage im Auftrag von Reader’s Digest ergeben.

Aus Das Beste von Reader´s Didgest:
Zur Methode der Umfrage: Am 6. und 7. Januar 2010 wurden bundesweit repräsentativ 1005 Menschen befragt.

Je länger die Wartezeit bei einer Verabredung, desto größer der Ärger – Umfrage für Magazin Reader’s Digest.

Zwei Drittel der Deutschen wollen bei einer Verabredung nicht länger als fünf Minuten auf das Gegenüber warten. Sonst werden sie ärgerlich und ungeduldig. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin Reader’s Digest (März-Ausgabe).

Demnach halten nur 36 Prozent eine Verspätung von 15 Minuten noch für akzeptabel. Danach ist aber eine gute Ausrede oder Begründung notwendig, um die Verspätung zu erklären und den Ärger des Wartenden einzudämmen. Denn nur acht Prozent der Frauen und sieben Prozent der Männer empfinden bei privaten Verabredungen eine Wartezeit von einer halben Stunde oder mehr noch als hinnehmbar.

Vor allem die Altersgruppe der über 60-Jährigen legt großen Wert auf Pünktlichkeit: Nur vier Prozent akzeptieren eine Wartezeit von 30 Minuten und mehr. Die Gruppe der 30- bis 39-Jährigen ist mit 15 Prozent deutlich toleranter.

Aber auch regional gibt es in Deutschland deutliche Unterschiede, wie das Magazin Reader’s Digest berichtet. In Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg bringt eine Verspätung die Wartenden deutlich weniger schnell auf die Palme als zum Beispiel in Bayern. Dort sind nur fünf Prozent der Befragten bereit, eine halbe Stunde auf den Gesprächspartner zu warten.

Überraschend entspannt sind die Menschen in Deutschland, wenn man nicht zu spät, sondern zu früh auftauchen. 64 Prozent der Befragten gaben an, sie hätten kein Problem damit, wenn der Besuch mehr als ein paar Minuten zu früh kommt.

Also, machen Sie es doch wie ich: Wenn ich nicht punktgenau zum vereinbarten Termin beim Kunden sein kann – und punktgenau bedeutet exakt z.B. 15:00 Uhr -, rufe ich beim Kunden ca 15 Minuten vor dem Termin an. Dabei informiere ich, dass ich auf dem Weg zu ihm bin, es leider nicht ganz exakt puntgenau zum Termin schaffe und mich ca. fünf Minuten verspäten werde.

Immer höre ich das Gleiche:

1. “Da hätten Sie doch nicht anzurufen brauchen” (glaube ich aber nicht) und
2. “Das hat noch niemand gemacht. Vielen Dank!”

Das ist keine Schau, sondern die gelebte Wertschätzung für den Kunden. Und der spürt das. Auch so kann man Kunden überzeugen.

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